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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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Seite
158
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versicherte sogar, er könne eS nicht tadeln, wenn wir zu entkommensuchten. Von den zwölf Pfunden muß er wohl nichts gehört haben,wiewohl auch die anderen Marineoffiziere dem KaperSmanne dieseStrafe von Herzen zu gönnen schienen: wir selbst betrachteten Allezusammen als unsere Feinde, auf deren Kosten wir in Kriegszeitenmit vollem Rechte leben dürften.

Bald wurden wir wieder auf unsere Insel zurückgcschickt undauf's Neue, doch diesmal auf zwanzig Tage, in Arrest gebracht.Als wir wieder in Freiheit gesetzt wurden, erfuhren wir, daß einerder Mitwifsenden die Art und Weise, wie wir unserer Haft entkommenwaren, verrathen und daß man jetzt an allen Fenster» Qnerbarrenangebracht hatte, wodurch der Ausgang allerdings versperrt undkeine Hoffnung mehr vorhanden war, noch einmal auf demselbenWege davonzngelangen.

Dafür bildete sich aber eine große Verschwörung, welche derMänner, die unser Gefängniß beherbergte, vollkommen würdig war;der neue Plan ging dahin, die Stadt Halifax selbst in Besitz zunehmen und triumphirend von dannen zu ziehen. Wir waren imGanzen unserer achtzehnhundert Gefangene und nur an tüchtigenOffizieren hatten wir Mangel; unserer Fünfzig etwa bildeten an-fänglich das Komplott, in welches fast sechs Wochen lang keineRekruten ausgenommen wurden. Ein Herr Crowninshield aus Salem,der auf einem Kaperschiffe als Offizier gedient hatte, war das Hauptder Verschwörung; außer ihm befanden sich noch ziemlich vieleKaperoffiziere in unserem Gefängniß, sie waren aber im oberenStockwerk untergebracht und sollten die Nacht über von uns getrenntbleiben, allein wir machten eine Oeffnung in unserer Zimmerdeckeund vermittelten dadurch eine Verbindung zwischen beiden Theilen,so daß die Offiziere NachlS zu uns hcrabstiegen und in Gemeinschaftmit uns Hand an's Werk legten.

Unser Vorhaben war äußerst einfach und meiner Ansicht nachnichts weniger als schwer auszuführen. Die Arrestlokale befanden