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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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155
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lichem Nutzen waren und wofür ich hiemit meinen besonderen Dankausgedrückt haben will.

So warteten wir denn eine warme, aber finstere und regne-rische Mainacht ab, um unseren Entweichungsversuch zu erneuern;mit Geld waren wir hinlänglich versehen, denn ich hatte noch vierzigKronen in'S Gefängniß zurnckgcbracht und damit in der Zwischen-zeit einen einträglichen Handel getrieben. Aus dieselbe Art unddurch dasselbe Fenster wie das erste Mal schlüpften wir auch jetztdurch die Eisenstäbe dies war der leichteste Theil unserer Auf-gabe. Beim Ueberklettern der Pallisaden mußte Littlesteld oderBarnet auf der äußeren Seite zu unvorsichtig auf den Boden ge-sprungen seyn, denn die Schildwache, die es gehört hatte, riefaugenblicklich den Korporal der Wache. Wir waren schon im Wasser,als wir einen Lärm auf der Insel vernahmen, schwammen aberdicht neben der Brücke und unfern des WachthauseS gegen das Fest-land und es gelang uns, sicher und unentdeckt den Strand zu erreichen.

Wie früher flüchteten wir uns auch diesmal in den Wald,wandten uns aber nunmehr nicht nach Westen, sondern nach Süden;unser Weg führte dicht am Wasser vorüber und der Marsch wurdeso rasch wie möglich die ganze Nacht über fortgesetzt. Littlesteldwollte den Führer machen, verlor aber die Richtung, so daß wirzwei Tage und zwei Nächte ohne Nahrung im Walde zubringenmußten und uns um keinen Preis zurechtznfinden vermochten.

Endlich wagten wir's am Hellen Tage und aufs Gerathewohl,die Heerstraße zu betreten und unser Glücksstern führte uns einenalten irischen Matrosen in die Hände, der jetzt nur noch vom Fisch-fang lebte und dem wir nach kurzer Einleitung erzählten, daß wirvon einem Kriegsschiff desertirt sehen. Der alte Mann schien unsdeßhalb nur noch lieber zu gewinnnen, denn er selbst hatte zur Seegedient, sein Sohn war früh zum Dienste gepreßt worden unddie englische Marine schien bei ihm nicht viel besser als bei uns inGunst zu stehen.