154
zwar allerdings bei dieser Richtung auf den atlantischen Ocean be-schränkt, wollten uns aber auf einem kleinen Kaperschiffe, das denNamen „Liverpool" führte, anwerben lassen und dann wo möglichauf einer seiner beständigen Kreuzfahrten an der amerikanischenKüste in unsere Heimath zu entkommen suchen; da das Fahrzeugganz klein war und oft nur wenige Matrosen als Bemannung hatte,so mochte es vielleicht gelingen, uns des Schooners ganz und garzu bemächtigen: dann war auch einige Wahrscheinlichkeit vorhanden,auf einen Küstenfahrer versetzt zu werden und von da ausunsere Flucht zu bewerkstelligen. — Auf alle Fälle schien unsjede andere Möglichkeit besser als die, bis zur Beendigung einesvielleicht noch jahrelangen Krieges und bis wir gar graue Haarebekämen, im Gefängniß zu bleiben, denn ich konnte mich noch rechtgut erinnern, wie das Schiff Villa äo Milan, ein paar Jahre eheich selbst zur See ging, in Halifax eingebracht wurde, und warennicht sogar jetzt noch einige Leute von seiner Bemannung auf derInsel Melville zu gewahren?
Sodald ich aus dem schwarzen Loch erlöst war, nahm ichmeinen Handel von Neuem auf, ohne übrigens den Gedanken zurFlucht auch nur einen Augenblick aufzugeben. Diesmal wurde bloSLeonard Lewis und Jack Mattet in mein Geheimniß eingeweiht.Beide versagten mir ihre Theilnahme, Mattet wegen seiner Furcht vordem Wasser, und Lewis, weil er die Anstrengung nicht zu überlebendachte; Beide wünschten uns übrigens das beste Glück und warenuns nach Kräften behülflich; Johnston wurde aber nicht wieder in'SKomplott gezogen.
Unsere Wächter hatten die Art und Weise, wie wir aus demGefängniß entkommen waren, noch immer nicht ausfindig gemacht,obgleich sie die abgeschnittenen Pfosten gesehen haben mußten; diesevon Neuem durchzuschneiden konnten wir freilich nicht wagen, da-gegen beschloßen wir darüber wegzuklettern. Die Engländer hattendie Pfosten durch Querbalken verstärkt, welche uns von weseut-