war die Moralität in den Kriegsgefängniffe» beschaffen; ich unter-lasse jeden Versuch etwas zu ihren Gunsten zu sagen, muß abergestehen, daß die Theilnahmc an den SpieletabliffementS meinGewissen weit mehr beunruhigte, als der Vorwurf, daß ich schlechtenRum mit schlechtem Geld bezahle.
Das Falschmünzergcschäft fand jedoch bald sein Ende, dennals einige Offiziere die Thaler beim Wetten in die Höhe warfen,zerbrach einer davon und bei weiterer Untersuchung fand sich'S,daß der größere Theil des in Umlauf befindlichen Geldes unächtwar. Die Schenkwirthe sollen beim Sturze ihrer Kaffen gegenvierhundert falsche Thaler gefunden haben, von denen viele ihrenWeg nach Halifax nahmen.
Mein Handel dauerte den ganzen Winter von 1813 auf 1811,bis ich endlich im Merz die Summe von achtzig französischenKronen gewonnen hatte — auf Dollars hatte ich mich nämlichder Geldverfälschung halber gar nicht eingelassen. Das Eis fingan allmählig zu brechen und einige meiner Kameraden, welche denganzen Winter über die Sache besprochen hatten, begannen nunernstliche Plane §ur Flucht zu entwerfen.
Meine Mitverschworenen waren ein Mann, Namens Johnson,der auf einem Kaper, „der Snapdragon" * gefangen wordenwar, ferner ein Irländer, mit Namen Littlefield, und Barnet, derGefangene aus Mozambique, so daß wir gerade viere zählten.Es war noch zu Anfang des Monats, als wir unfern Versuchmachten. Unsere Fenster waren hoch und mit senkrechten, starkverrosteten Eisenstäben ohne Querbarren eingeschloffen; Glasscheibenhatten wir nicht, wohl aber Fensterläden, die wir ganz leicht öffnenkonnten. Außen vor dem Hause standen die Schildwachen und vondem Gefängniß bis zum User hatten wir zwei Reihen Pfähle zupafsiren.
Ich band meine Kronenthaler in einem Gürtel um den Leib;
' Schnappdrache. D. U.