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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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sie selbst mir sulche erzählten. Wally und Brabbury wurden so zeitigentlassen, daß sie dieKonstitution" noch frühe genug erreichen und dieletzte Kreuzfahrt , welche diese im letzten Kriege bestand, daselbstmitmachen konnten; ich traf später wieder mit Bradbury zusammen,welcher dieses Umstandes gegen mich erwähnte.

Es ist immerhin gut, derlei Dinge bekannt werden zu lassen, dennich glaube, daß die englische Nation eine solche Behandlung derGefangenen keineswegs billigen würde, wenn ihr die Kunde davonzu Ohren käme. Es ist schlimm genug, wenn man gezwungenwird, eines fremden Landes Schlachten zu schlagen einen Men-schen aber vollends zu peitschen, weil er nicht gegen seine eigenenLandsleute fechten will, das ist tyrannisch. Ich selbst zum Beispielwar allerdings von deutschen Eltern ans englischem Gebiete ge-boren; Amerika war aber von jeher das Land meiner Wahl undfast noch ein Kind entschloß ich mich unter der amerikanischenFlagge zu segeln; hatte mein Vater nun auch ein Recht, dadurch,daß er bei der englischen Krone in Dienste trat, aus seinem Sohneinen Engländer zu machen, so stand mir, glaub' ich, eben so gutdie Befugniß zu, Stand und Nation nach Belieben zu wählen,nachdem er mich ohne Rath noch Hülfe ganz allein mir selbstüberlassen hatte.

Wir hatten drei Wochen auf dem Verdeck zuzubringen, biswir acht Gefangenen an Bord des Ramilics verseht wurden, um alsEngländer, welche gegen ihren König gcfochten hatten, verhört zuwerden. Die Untersuchung wurde an Bord derAsia," einesFlaggenschiffs von vierundflebenzig Kanonen geführt; für die Zeitihrer Dauer hatte man uns aber auf dem Ramilics eine Unterkunftangewiesen.

Sir Thomas Hardy unterhielt sich mehrere Mal mit mir aufdem Quarterdeck, wie er denn überhaupt viel Güte an den Tag legte;er fragte mich, ob ich in Wirklichkeit ein Amerikaner sey, woraufich ihm, jeder unmittelbaren Antwort ausweichend, erzählte, daß