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Wir wurden alsbald von dem Lieutenant verklagt und sammtund sonders wieder in Ketten gelegt. Ich beschränke mich hierrein auf Erzählung der Thatsachen; die Beurtheiluug der Necht-mäßigkeit unseres Verfahrens will ich anderen überlassen, wobei man sichübrigens erinnern muß, daß Jack^ zu jener Zeit eine tödtlicheFeindschaft gegen alle brittischen Kriegsschiffe hegte, welche ihrerseitsnur gar zu geneigt waren, Alles, was sie auf hoher See antrafen,ihrer Herrschaft zu unterwerfen. Strenge Moralisten mögen mirallerdings entgegenhalten, wir hätten uns gegen den Kapitän deSRegulus durch einen Vertrag verbindlich gemacht, ihm während derUeberfahrt nicht feindlich gegenübertreten zu wollen; dagegen aberkann ich erwicdern, daß wir nicht ihn, sondern den Pictou angriffen.Wir hatten freilich — wie ich nicht läugnen will — die Absicht, unsin der Verwirrung des Regulus zu bemächtigen; hätten wir übrigensals Gefangene eine bessere Behandlung erfahren, so wären wirwahrscheinlich nicht so feindselig gesinnt gewesen. Das war'S abergerade — so bald wir nicht arbeiteten, wurden wir auf's Schlech-teste behandelt und wenn einmal ein gemeiner Matrose auf dieseArt in die Enge getrieben wird, so Pflegt das Gefühl bei ihm dieStelle des Verstandes zu vertreten. Wir durften auch nicht mehrfrei auf dem Regulus umhergehen und daran thaten die Engländer wahr-lich sehr wohl, denn Jack Mallet besonders war ein Mann, der seineSchiffskameraden fast zu jeder Unternehmung zu überreden vermochte.
Kaum war unser Schiff vor Bermuda vor Anker gegangen,als dem „Goliath," einem rasirten Kriegsschiff, durch ein Signalbedeutet wurde, daß er ein Boot herbei schicken sollte, auf welchemwir nach jenem Schiffe — einem Kreuzer, der am nächsten Morgenauslaufen wollte — transportirt wurden. Man vertheilte uns aufdem Schiffe und befahl uns an die Arbeit zu gehen — Alles offen-bar in der Absicht, uns in dem ungeheuren Magen der britischen
* Darunter versteht «er Verfasser im Allgemeinen den amerikanischenMatrosen. D. U.
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