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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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des Backbords beschäftigt und jeden Augenblick zu meinem Beiständebereit. In diesem Augenblick kam der Pictou gegen unser Lee ge-laufen und befahl uns, die Nacht über ein Licht auf unserem Schiffeaufznstecken; seine eigenen Masten schwankten dermaßen, daß erselbst keines führen konnte, weßhalb sein Kommandant wünschte,daß wir unser Marslicht brennend erhielten, welchem er sodannnahe bleiben wollte, statt daß wir bisher in seinem Kielwasser ge-steuert hatte».

Der Schooner kam ganz dicht heran und der Wind blieS heftig,als ich Maltet plötzlich rufen hörte:

Jetzt ist Deine Zeit gekommen, Ned. Steuer auf und frischhinein. Ein paar tüchtige Wogen und er ist in Grund gesegelt!"

Er sagte dies so laut, daß man jedes Wort vernehmen konnte;zum Glück aber hatten alle auf dem Verdeck ihre Aufmerksamkeitauf den Schooner gerichtet und der Kanadier neben mir verstandkein Englisch. So stellte ich also das Steuer hart auf und Maltetsprang inucrbords.

Das Schiff fiel rasch ab; doch kaum hatte der Lieutenant,der an unserem Bord die Aufsicht führte und eben in jenem Augen-blicke mit seiner Frau auf der Hüttcntreppe stand, meine Wendungbemerkt, als er blitzschnell herbeirannte, mir einen tüchtigen Hiebversetzte und das Steuerruder mit eigener Hand hart niederstellte.

Dies rettete den Pictou, doch nicht, ohne daß ein gewaltigesGeschrei an seinem Bord entstanden wäre; auch des LieutenantsFrau kreischte laut auf und eine Minute lang war nach allenSeiten nichts als der fürchterlichste Lärm zu vernehmen. Als derNegnluS beiluffte, streifte sein Klüverbaumende dicht an der Tacke-lage des Pictou vorüber und man hätte ganz leicht vom Schiffauf den Schooner hinüberspringen können, so dicht legten sich beideFahrzeuge neben einander nur noch eine Minute und wir hättenSeiner Majestät Schooner in Grund gesegelt, nicht anders als obein Dampswagcn über einen Kürbis hingesaust wäre.