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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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Man fragte uns, ob wir an Bord derSurprise" Dienstenehmen wollten, was wir sammt und sonders ausschlugen, woraufman uns aus dem Backdeck in enge Haft setzte und eine Schildwachezu unserer Beobachtung aufstcllte.

Nach ein paar Tagen ging das Schiff unter Segel und wurdejenseits des Kaps Breton von einem schweren Sturm überfallen,der mit Schnee und Frost verbunden war und von dem die Mann-schaft viel zu leiden hatte. Das Schiff wurde nur mit großerMuhe vom Lande abgehalten und wir Gefangenen trugen i»rGanzen am meisten zur Rettung des Schiffes bei, obgleich ich glaube,daß der Schaden, welchen die Fregatte nahm, urspünglich von einemunserer Leute herrührte. An zweien von den Kanonen waren nämlichdie Nnhalttaue abgerissen, so daß die Geschütze triftig wurden, alseben der Sturm seine höchste Höhe erreicht hatte: die ganze Mann-schaft befand sich auf dem Verdeck; mit Erlaubniß unserer Schild-wache gingen auch wir hinaus und banden die Geschütze mit Hänge-mattetüchern fest. Wir durften nun auf dem Verdeck umhergehen,dies dauerte aber nicht lange, denn kaum hatte der Sturm etwasnachgelassen, als wir auch sogleich wieder auf unsere Back hinab-geschickt wurden.

Nachdem die Fregatte Halifax erreicht hatte, brachte man unsinsgesammt au Bord desRegulus," eines nach Bermuda bestimm-ten Transportschiffes, wo wir achte unter dem Vorwand, daß wirenglische llnterthanen seyen, alsbald in Ketten gelegt wurden. NachVerfluß von vier und zwanzig Stunden besuchte uns der Kapitänund erbot sich, uns die Ketten abnehmen und Schiffstraktamentverabreichen zu lassen, wenn wir ihm Hehülflich seyn wollten, dasSchiff nach Bermuda hinüberzubringen. Ich war seither immerder Meinung, daß wir bloß deßhalb in Ketten gelegt wurden, da-mit man uns diesen Vorschlag machen konnte.

Wir berathschlagten zusammen und gaben endlich unsere Ein-willigung in der Hoffnung, vielleicht eine Gelegenheit zu finden,