So rannten wir denn mit vollen Segeln gegen den Feind,die Julia auf halbe Kabellänge vor dem Growler voraus. Alswir zwischen seine beiden Linien geriethen, faßten uns die Engländerauf kurze Kartätschenentfernung und pfefferten uns tüchtig auf beidenSeiten ein. Die beide» englischen Fregatten standen leewärts, jede ander Spitze einer Linie, so daß wir die Brigg und drei große regel-mäßige Linienschooner zu passiren und dann immer noch die Gewiß-heit vor uns hatten, auch wenn wir an diesen vier Fahrzeugenglücklich vorüber gekommen wären, dem Wolfe und Nopal Georgegeradezu in die Hände zu fallen. Unsere beiden Schiffe unter-hielten ein heftiges Feuer aus allen Geschützen, welche jedesmalgedreht wurden, so daß keines unthätig blieb; als wir uns aberden großen Schiffen näherten, erwiesen wir ihnen die Aufmerksam-keit, ihnen all unser schweres Geschoß ins Gesicht zu schleudern,wie dies ihrem Rang und ihrer Größe von Rechts wegen gebührte.
Ein Paar Minuten lang erging es uns ganz gut: kaum warenwir aber zwischen beide Linien gerathen, als wir's heiß und schwerzu verdauen bekamen; unsere Takelage sing bald an, uns auf dieKöpfe zu fallen, eine Kugel flog nur wenige Fuß über uns weg,rieß unsere Marssegelschooten entzwei und splißte ein Stück Holz,so dick wie eine Zweiunddrcißigpfünderkugel, aus dem Fockmast. Ichstieg selbst an der Seite hinauf, um eine der Schooten wieder fest-zubinden, als ich von oben den Schaden erblickte, den unsere Spiereerlitten hatte. Kurz darauf fing der Hals des großen SegelsFeuer an dem Pfropf einer der englischen Kanonen, denn so nahestanden wir in der That vor den Batterien, und ich glaube wahr-haftig, daß wir'S nur der Nähe des Feindes verdankten, wenn unsereDecks nicht rein abgefegt wurden. Große und kleine Kugeln flogenwie eine Hagelwolke über unfern Häuptern weg und das Focksegelhing wörtlich in Fetzen herunter; da die Fallen abgeschossen waren,kam das große Segel die Halse herab und der Klüver senkte sich,