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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
Entstehung
Seite
97
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selbst gehörte zu diesem Bvot und erinnerte mich nun, daß es amSpiegel im Schlepptau gehangen hatte; bis zu diesem Augenblickehatte ich nicht daran gedacht, bis ich endlich im Dunkeln darauf-stoßen und dadurch das beste Mittel zur Rettung meines Lebens indie Hand bekommen mußte. Ich griff nach dem Schanddcck underfaßte es an der Spicgelschote: wäre ich einen Schritt weiter ge-schwommen, so hätte ich's verfehlt und wäre darüber hinansgekom-men! Hineinzugelangen machte mir nicht die geringste Schwie-rigkeit, denn ich befand mich in großer Aufregung und hatte allemeine Kräfte zusammengerafft.

Mein erster Blick suchte den Schooner er war verschwun-den und mochte wohl eben auf dem Grunde der Tiefe angekommensepn: es regnete, als hätten alle Wafferpforten des Himmels sichgeöffnet, und dazwischen kamen wieder fürchterliche Blitzschläge;dabei war auch nicht der leiseste Lusthauch zu verspüren dieWasserfläche schien regungslos und nur von den Regentropfen ge-kräuselt.

Dies Alles überschaute ich gleichsam mit Einem Blick: meinehauptsächlichste Sorge blieb aber auf die Rettung meines Lebensgerichtet.

Ich war Oberbootsmann desselben Fahrzeugs, auf dem ichjetzt eben schwamm, hatte es noch an demselben Nachmittag miteinem ganzen Umschlag und zwei Halbstichen an die Fangleine desHackbords befestigt und erwartete jetzt natürlich, der Schoonerwürde das Boot mit sich hinabziehen, da ich kein Messer hatte,um die Fangleine damit zu kappen. Vorn und hinten im Bootbefanden sich Laufplanken und sie, dachte ich, könnten mich vielleichtflott erhalten, bis ein Fahrzeug der Flotte mich auffischen würde;mein erstes Geschäft ging also dahin, die Lausplankc loszumachen,und in's Wasser zu schaffen. Ich ging deshalb nach vorn, um die lockereFangleine, die an einem Ende aufgeschossen war, abzuwerfen, alsich zufällig das Schlepptau in die Hand bekam ein Ruck, undSied MyerS. 7