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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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tern zwischen einem der Kajütenfenster stecken und ängstlich zappelnsah, während er hinauszuschlüpfen suchte. Er kann höchstens sechsFuß von mir entfernt gewesen sehn; ich sah ihn einen Augenblicklang, eben als ein Blitzstrahl an mir vorüberfuhr, und glaube, daßauch er mich bemerkte.

Zu derselben Zeit wurde an dem Ende des GiekbaumeS einanderer Mann sichtbar, der sich am Horn des großen Segels festhielt;wer er war, weiß ich nicht, doch muß er mich wohl gesehen haben,wie ich mich eben zum Hinausspringen anschickte, denn er rief mir zu:

Springt nicht über Bord springt nicht über Bord! DerSchooner kommt schon wieder herauf."

Ich befand mich keineswegs in einer Gemüthsstimmung, umlange über irgend etwas nachzusinnen; noch waren kaum dreibis vier Minuten seit dem ersten LoSbrcchen des Sturmes verflos-sen und ich stand schon an des Schiffes Windvierung mehr vonder Vorsehung, als durch eigene Gedanken geleitet. Da fiel mir bei,daß der Schooner, der nun ganz mit Wasser gefüllt war, sobald ersich wieder anfrichte, nothwcndig unterstnkcn müsse und vielleichtauch mich in den Wirbel hinabziehen könne. So that ich denneinen Sprung und stürzte mehrere Fuß von der Stelle, wo ichgestanden hatte, in's Wasser.

Ich glaube, in demselben Augenblicks ging auch der Schoo-ner unter; ich versank selbst eine Strecke tief, und als ich wiederüber's Wasser kam, fing ich an, zum ersten Mal in meinem Lebenaus Leibeskräften zu schwimmen. Ich war, glaub' ich, einige Arms-längen weit geschwommen (doch kann ich dies natürlich in einemsolchen Augenblicke nicht mit Gewißheit behaupten) als ich fühlte,wie meine Hand an etwas Hartes anstieß. Ich holte noch einmalaus und jetzt glitten meine Finger über einen Gegenstand, den ichaugenblicklich für ein klinkerartig* gebautes Boot erkannte. Ich

* So nennt man die Bauart, wo die Seitenplanken, wie die Ziegeln einesDaches, mit den Kante» über einander gelegt werden. D. U.