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Nachdem es uns gelungen war, die Dame zu überreden, dieLeiche ihres Gatten zu «erlassen, änderten wir unser» Kurs uudschlugen die Richtung nach dem Leuchtthurme ein. Als wir unsden Ufern des Niagara näherten, gewahrten wir die Mastentopsunserer Flotte -— für uns Theerjacken ein freudiger Anblick!
Das Leuchtthurmhäuschen war leer, doch hörten wir aus demKeller herauf eine weibliche Stimme erschallen, welche auf mein RufenAntwort gab: es war eine alte Frau, welche im Kielraum Schutzgefunden hatte, nachdem ihre übrige Familie davon gelaufen war.Wir verschafften hier unserer Dame ein wenig Milch zur Erqui-ckung; sie aber weinte fortwährend und es schien kaum möglich,ihrem Jammer Einhalt zu thun, der nur zuweilen verstummte,wenn sich Mißtrauen gegen uns in ihrer Brust zu regen schien,wiewohl wir im Ganzen recht gut mit einander auskamen.
Nachdem wir etwa eine halbe Stunde bei dem Leuchtthurmeverweilt hatten, brachen wir nach der Stadt auf, wo ich die Dame,wie ich ihr gleich anfangs vorgeschlagen, unter den Schutz einigerunserer Offiziere stellen wollte. Ich gab ihr die Versicherung, so-bald der Commodore von dem Vorfälle Kenntniß erhalte, werdeihr Gemahl mit allen Krieggehren beerdigt werden, und suchte sieüberhaupt so gut zu trösten, als dies für einen Mann, der so nahe„beim Wind gesegelt" hatte, nur immer möglich war.
Einen Theil des Abenteuers habe ich übrigens zu erzählenvergessen. Noch ehe wir den Wald hinter uns hatten, stießen wirauf vier von Forsyth's Jägern, welche in der ganzen Armee alsdas roheste, wildeste Korps bekannt waren. Sie begannen alsbaldsich auf Kosten der beiden Frauen in ihren gewohnten ScherzenauSzulaffen, so daß wir uns beinahe in die Haare gerathen wären.Als wir von unfern Pistolen sprachen und unfern Entschluß kundgaben, stieber davon Gebrauch zu machen, als unseren Begleiterin-nen ein Leid zufügen zu lassen — da lachten die Schlingel überunsere Schlüsselbüchsen und meinten, auch sie könnten mit ächten