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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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mal anzusetzcn brauchte. Nachdem die Rumflasche geleert war,führten wir den Verwundeten in'S Lazareth, wv wir die Zimmerbereits mit Hilfsbedürftigen gefüllt und die englischen und amerika-nischen Aerzte, denen auch wir nun unfern Patienten überantworteten,in voller Arbeit fanden.

Als wir das Hospital verließen, machten wir mit einanderaus, daß sich jeder eine Feldflasche nehmen und aus den Vorräthender Tobten mit Jamaikarum füllen sollte. Wir waren noch nichtzum dritten Theile mit diesem Geschäfte fertig, als wir unter einemApfelbaume einen jungen amerikanischen Büchsenschüßen trafen,der eine schwere Kopfwunde hatte und in den letzten Zügen da lag.

Wir waren alle drei über die äußere Erscheinung des jungenMannes betroffen, denn ich kann mich nicht leicht erinnern, jemalseinen hübscheren jungen Mann gesehen zu haben als jener blefsirteSchütze war. Seine Wunde blutete nicht, doch glaubte ich, seinGehirn hervorguellen zu sehen, und fühlte so viel Mitleid mitseinem Zustand, daß ich ihm seine Wunde mit Rum auswusch,was Alles mit dem besten Willen von der Welt geschah, dem ar-men Burschen aber, wie ich fürchte, sehr Weh gethan haben muß.

Bill Southard verließ uns, um einen Wundarzt aufzusuchen,von welchen mehrere auf dem Felde beschäftigt waren: der jungeMann flüsterte einUmsonst" und sprach noch die WorteVaterund Mutter,"Vermont," wie auch die Namen seiner Eltern,welche mir jedoch später nicht mehr beistelen, da ich von dem vielenRum zu sehrim Wind" war.

Wir mochten etwa eine halbe Stunde um den jungen Mannbeschäftigt gewesen seyn, als er noch einige Worte murmelte, michmit dem süßesten Lächeln, das ich jemals auf einem Männerantlitzegesehen hatte, anschaute und dann kein Lebenzeichen mehr von sich gab.Ich fuhr gleichwohl mit meinen Bemühungen fort, bis Bill mitdem Doktor anlangte, der den Verwundeten auf den ersten Blickfür todt erklärte und kaltblütig von dannen ging.