64
>
Osgood, dem Kommandanten, hatten wir noch Mr. Bogardus nndMr. Livingston als Schiffsoffiziere. Die Mannschaft mochte, Allesin Allem, ungefähr fünfundvicrzig Köpfe zählen.
Zum guten Glück durfte der Schooncr in diesem Jahr nochnicht auslaufen und als daher der Kommodore anlangle und eineExpedition gegen Kingston vorbereitet wurde, ließ sich ein Theilvon uns, darunter auch ich, als Freiwillige vom „Scourge" aufden „Oneida" versetzen. Dies geschah im November — einerJahreszeit, welche auf diesen Wassern zum Secdienst fast allzuvorgerückt erscheinen möchte.
Unsere Brigg verließ den Hafen in Gesellschaft der Schooner„Conquest,"* „Hamilton," „Governor Tompkins," „Pert," **
„Julia" und „Growler"^^ — lauter ehemaliger Kauffahrer, die,meistens ohne Windviering-f, zu dem Dienste, für welchen sie ver-wendet wurden, kaum tauglich waren. Der „Oneida," eine guteingerichtete kleine Brigg mit sechzehn Vierundzwanzigpfünder Car-ronaden, war eigentlich zum Kreuzen vor den amerikanischen Häfenerbaut, aber so schwer, wie ein Transportschiff, und windwärts ,
ganz unlenksam.
Seewärts von den False Ducks-ff bekamen wir den „RoyalGeorge," ein englisches Schiff zu Gesicht, das vor zwei bis dreiJahren ausdrücklich zur Bekämpfung des Oneida erbaut wordenwar und uns auch so groß vorkam, als ob es uns sammt und sondershätte verschlingen können. Seine Offiziere gehörten übrigens nichtzur königlichen Marine, und als wir mit unserer Schoonerflotte
' -Eroberung."
** „Verlust."
„Brummbär."
st- So heiß! der Theil der Außenseite der Schiffe, das sich in der Höhe der ^
großen Puttinge» von diesen an bis zum Spiegel erstreckt. D. II.
-ff Auf deutsch: „Falsche Schätzchen" wahrscheinlich ein Felscnriß im See.
D. U.