etwa sechs bis acht — zu befrachten und auf dem See von Stapelzu lassen.
Ich selbst lief mit einem der ersten Schiffe, der „schönen Ame-rikanerin"— aus. Da wir ohne Waffen waren, so segelten wir beiNacht, um John Bull's Kreuzern auSzuweichen, von denen sich da-mals mehrere aus dem See befanden. Nicht weit von Sackett'SHarbour in der Nähe einiger Inseln trafen wir das Oneida-Lang-boot, das zu gleicher Zeit Ruder- und Segelschiff war und jedesmalbei Nacht auf dem See kreuzte. Bill Swett befand sich darauf unddies war das erste Mal, daß wir uns auf süßem Wasser begeg-neten. Ich erfuhr von ihm, daß auch Jack Maltet, den ich seitunserer ersten Abfahrt von Wiscaffet vor mehr als drei Jahrennicht mehr gesehen hatte, zu der Station gehöre — und traf ihnauch wirklich vierzehn Tage später als Hochbootsmann der „Julia,"Segelmcister Trant — ein Fahrzeug, das ich mein ganzes Lebenhindurch nicht mehr aus dem Gedächtniß verlieren werde.
Den Tag, nachdem ich den Hafen erreichte, wurde ich anBord des „Scourge"* beordert. Dieses Schiff war englischenUrsprungs, hatte früher Lord Nelson geheißen und war schon vordem Ausbruche des Krieges von dem Oneida — einem Sechzeh-uer, dem einzigen Kreuzer, den wir damals unter Lieutenant Wool-scy'S Kommando auf dem See hatten — wegen einer Verletzungder Mauthgesetzs gekapert worden. Das Fahrzeug galt zwar alsdienstuntauglich: da aber die Zeit drängte und wir nichts Besseresfanden,- so waren bereits Schanzen darauf errichtet und auf beidenBreitseiten regelmäßige Batterien von je vier Sechspfündern aufge-pffanzt worden. Die Schooten, sowie die ganze innere Einrichtungzeigte sich als ausnehmend schlecht, dabei bewies sich der Burscheso empfindlich, daß wir in einem Sturm fast gar nichts mit ihmanzufangcn wußten. Man hatte uns mehr als einmal prophezeit,daß das Schiff noch unser Sarg werden würde. Neben Mr.
* „Geißel." D. It.