Druckschrift 
17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
Entstehung
Seite
47
Einzelbild herunterladen
 

erfuhren wir, daß auch der Sterling nicht hatte auslaufen können,und cs dauerte nicht lange, bis Jack Pugh uns gleichfalls Gesell-schaft leistete. Etwas später langte auch Kapitän Johnston an,um mit de» Nebligen in die Handels-Quarantäne zu treten.

Dies war das lange Embargo, wie die Seeleute es nennen,welches anno 1809 nach dem Abschlüsse von Lord ErSkine'S Ver-trag zu Ende ging. Diese ganze Zeit über blieb ich zu Wiscaffetin der Schule, wo ich sehr gut und fast mit zu großer Nachsichtbehandelt wurde; ich zählte jetzt sechzehn Jahre und war beinaheganz herangewachsen; neben mir waren noch Jack Pugh, JackMallet und Bill Swett,- dieser etwas älter als ich und desKapitäns Neffe. Letzterer selbst blieb während der Quarantaine--periode zu Hause und da er nichts anderes zu thun hatte, so benützteer die Zeit, um sich nach einer Fran umzusehen.

Sobald das Embargo ausgehoben war, brach Kapitän John-ston mit Swett nach Philadelphia auf, um sein Schiff nach New-Dork herüberzuführen; von dort wollte er nach Liverpool segeln,wohin wir, nämlich Jack Pugh und ich, auf dem Schiffe Columbiagleichfalls abgehen sollten. Der Plan änderte sich übrigens dahinab, daß wir Beide zur See nach New-Jork überfuhren und denSterling in demselben Hafen erreichten, wo ich ihn das erste Malgetroffen hatte.

Es waren jetzt beinahe drei Jahre verflossen, seit ich die Hei-zer'sche Familie auf so unhöfliche Weise verlassen hatte, und ichfühlte mich jetzt gedrungen, mich zu New-Vork nach ihnen umzu-sehen, wo ich denn von ihren ehemaligen Nachbarn erfuhr, daß sieetwa vor einem Jahr nach Martinique abgegangen scpcn. Diesist die letzte Nachricht, die mir seither von ihnen zu Öhren kam.

Bill Swett bekam nun den Dienst in der Kajüte, Jack Pughund ich selbst wurde zum regelmäßigen Vormast-Dienst verwendet;wir erhielten Kajütenkost, schliefen aber mit den übrigen ans demZwischendeck und wurden überhaupt als wirkliche Vormarsgasten