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In der Nähe der amerikanischen Küste sprachen wir eine eng-lische Brigg an, welche uns den Kampf zwischen dem Leopard unddem Chesapeakc erzählte, obwohl die Engländer ihre Landsleute nichtals überwunden angabcn. Mr. Irish brach in die bitterstenSchmähungen aus, als er hinterdrein von dem Lootsen den wahrenHergang der Sache erfuhr.
Der Sterling blieb auch diesmal seinem guten Sterne getreu undfuhr ungefährdet die Bai nnd den Fluß hinauf, bis er glücklich ander Werste von Philadelphia vor Anker ging. Hier lief natürlichunsere Schiffsmannschaft aus einander und mit Ausnahme vonCoopcr und meinem Nebenlehrling, Jack Pugh, habe ich später niewieder eine Seele von ihnen allen zu Gesicht bekommen. DieMeisten gingen nach New-Dork, wo sie sich unter dem großenStrudel der dortigen Seeleute verloren; Mr. Irish starb, wie ichhörte, auf seiner nächsten Reise als Obersteuermann eines Jndien-fahrerS — er war ein ausgezeichneter Seemann, der sich sogar zumKommando eines Schiffes geeignet hätte.
Dies war meine erste eigentliche Seereise, denn die Neberfahrtvon Halifax nach New-Vork kann ich füglich nicht als solche rech-nen. Mein Amt hatte sich allerdings auf die Kajüte beschränkt,doch waren wir sammt und sonders tüchtig in Anspruch genommenworden; wir hatten den Sterling wohl gegen hundert Mal vorAnker zu legen und wieder statt zu machen, und was das Vieren,Halsen, Eulenfangen ^ und Umlegen betrifft, so hatten wir durchdie Canalpiloten so genug davon bekommen, daß unser altes Ge-häuse kaum mehr wußte, mit welchem Ende es voransteuerte.
Damals konnte ein Schiff nicht ohne manche Schwierigkeitenvon den Vvrlanden nach London gelangen und wir beneideten die
* Mit diesem sonderbaren Ausdruck bezeichnet der Seemann diejenige Lagedes Schiffs, wo dieses gegen eine von vor» kommende Bö so scharf wen-den muß, daß cs auf der andere» Seite wieder bei'm Wind liegt.
D. U.