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die Schiffe durch die Meerenge zu jagen; dann lichteten sie dieAnker, steuerten in die See hinaus, bis der Wind wieder umsprang,so daß sie auf diese Art daS atlantische Meer gegen ihre Feinde,das mittelländische aber gegen ihre eigenen Schiffe blokirten.
Wir hatten eine lange Fahrt und litten bereits Mangel anPöckelsieisch, als wir znm Glück in der Bai von BiScaya einemNordamerikaner begegneten, von welchem wir eine Tonne mit Ochsen-fieisch einhandelten. Wir befanden uns schon in der Nähe desCanals, da wurde bei leichtem Südwind in unserem Kielwasser einSegel entdeckt, das sich Hand über Hand * unserem Schiffe näherte.Es machte immer zwei Schritte, bis wir einen zurücklegten, dennder Sterling wurde von seiner Sodaladung in's Wasser niederge-zogen und war besonders bei leichtem Winde äußerst schwerfällig.
Als der Fremde uns nahe genug kam, konnten wir bemerken,daß er mit Pumpen beschäftigt war, während das Wasser unauf-hörlich in Strömen durch seine Speigaten herausschoß: dies dauertefort, so lange er uns im Gesichte blieb, was mehrere Stundenwährte. Das Schiff — ein englischer Zweidecker — zog auf Kabel-länge an uns vorüber, ohne aber irgend Notiz von uns zu nehmen,gerade als ob wir ein Meilenzeiger gewesen wären; dabei konntenwir die Gesichter der Matrosen ganz gut unterscheiden, währenddiese ans der Kühl versammelt standen, um nach der Anstrengungdes PumpenS wieder Athem zu schöpfen. Der Engländer ließ einenKlüSeimer in's Wasser fallen, den wir einhißten, nachdem uns dasSchiff eine halbe Meile vorangecilt war: er war mit dem großenPfeil bezeichnet — ein Zollbeamter, der ihn später zu Gesicht be-kam, zeigte große Lust, ihn als gute Prise einzustecken.
Den Namen des Schiffs konnten wir niemals erfahren, doch
* Bedeutet in der Seemannssprache: „nach und nach, allmächtig" und istvon der Arbeit beim Aufhissen der Taue entlehnt, wo zur Verstärkungder Ziehkraft die Hand des einen Matrosen immer dicht über die des an-dern zu liegen kommt. D. U.