Dieser war mit einem Sprung die Leiter hinab, kletterte dann be-hend wie et» Eichhörnchen an der Takelage empor nnd stand ineiner halben Minute auf dem Besanmars, die Laterne in der Hand.
Dies rettete »ns. Der Engländer war uns schon so nahe, daßwir den Offizier auf dem Deck ganz deutlich seinem eigenen Quar-tiermeister zurufen hörten:
„Backbord — hart Backbord — hart Backbord gehalten!oder der Teufel soll Euch holen!"
Hart Backbord standen wir in der That, denn im nächstenAugenblick kam ein Zweidecker so nahe an unserer Wetterseite vor-beigeschoffen, daß die Mündung seiner Kanonen unsere Rcgelingbeinahe einstoßen zu Wüllen schien, als er non einer hohen Wogeemporgehoben wurde.
Der Sterling hielt sich dießmal gar nicht gut, denn währender windwärts abgierte, schien er geneigt, geraden Wegs auf denEngländer einzurennen, ehe dieser sein Steuer anders zu stellenvermochte. Der Zweidecker rief uns an, wir gaben unsere Antwortund der Offizier bemerkte dann spitzig, wir ständen „Bord an Bordneben einander." Der Wind wehte zu stark, um Boote auszusetzenund so durften wir ohne weitere Untersuchung weiter pasfiren.
Unser Schiff fuhr hierauf nach Carthagena und sobald wirdaselbst eingelaufen waren, wurden wir auf mehrere Tage unterQuarantaiue gestellt. Der Hasen wimmelte von großen Kriegs-schiffen, darunter mehrere Dreidecker: ein frisch aus London an-kommendcs Schiff wie das unsrige, mußte also große Sensationerregen. Wir erhielten auch verschiedene Besuche von Offizieren,ohne daß ich übrigens wüßte, was ihr Zweck gewesen seyn mochte.
Von Carthagena wurden wir die Küste abwärts nach einemStädtchen Aguilas geschickt, wo wir eine Ladung spanischer Sodaeinzunehmen anfingen. Nachts warfen wir — gegen das dortigeHafengesetz — unser» Singelnballast über Bord und den Tag überwaren wir mit Einladen unserer Fracht beschäftigt. Das Wasser