Cooper und wurde auf dem Schiffe nie anders genannt. KapitänJohnston nahm ihn mit, ließ ihn die Schiffs-Artikel unterzeichnen,worauf er am folgenden Tage in der Matrosenjacke zn uns stieß.Er kam nie in die Kajüte, sondern wurde sogleich auf dem Vorkastellzn solchen Diensten verwendet, wie sie seine» Kräften angemessenwaren; später erfuhren wir, daß er für die Marine bestimmt seh.
Der Tag, an welchem Cooper auf's Schiff gelangte, war fürmich selbst ein Tag der Schande. Man schaffte nämlich die kleinenVorräthe für die Kajüte an Bord, und Dan Mac Coy überredetemich, von einer Flasche herrlich duftenden Kirscheuwaffers zu kosten:ich trank nicht viel, doch selbst das Wenige, was ich verschluckte,machte mich völlig betrunken. Es war das erste, wollte Gott, ichdürfte auch sagen, das letzte Mal, daß ich mich in diesem jämmer-lichen, schmachvollen Zustande befand, und nur der Gedanke gereichtmir zu einigem Tröste, daß es wenigstens auf mehrere Jahre fürdas Letzte galt. Ich danke meinem Schöpfer, daß ich endlich dieStunde erlebt habe, wo berauschende Getränke keine Herrschaftmehr über mich ausüben und überhaupt nie wieder über meineLippe» kommen werden!
Kapitän Johnston wollte mich für meine Thorheit nicht durch-peitschen, sondern zupfte mich nur etwas Weniges bei den Ohren undgab mir einen scharfen Verweis; er sowohl wie Mr. Irish schienenzu begreifen, daß die Schwäche meines Kopfes einzig und alleinan meinem Zustande Schuld war: Dan dagegen hatte die Haupt-strafe zu leiden, und bekam für seine Mühe das Tauende zu kosten,wie er's denn wirklich nicht besser verdiente.
Am andern Tag brachten die Stauer" das Schiff in den Stromund die Mannschaft kam jetzt an Bord.
Der Zustand, in welchem damals die Bemannung eines Kauf-sahrers znsammenkam, gewährte immer einen traurige» Anblick:die Leute trugen Alle die Zeichen der Ausschweifungen an sich,' Güterpackcr. D. II.