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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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vor einiger Zeit von demDriver" gefangen, aber durch einenSpruch des AdmiralitätsgerichteS wieder freigegeben worden. DieMänner, die ich darüber sprechen hörte, beabsichtigten die Neber-fahrt in ihr Vaterland auf diesem Fahrzeug zu bewerkstelligen.

Dieß schien mir eine günstige Gelegenheit zur Ausführungmeiner Absicht, »nd unverzüglich begab ich mich von dem Markt-platze nach dem Schooner. Der Steuermann allein war am Bord;ich faßte mir ein Herz und fragte ihn, ob er nicht einen Schiffs-jungen brauche. ^

Mein Anzug wie mein ganzes Aeußere sprachen beide gegenmich, da man sogleich daraus entnehmen konnte, daß ich ber bessernKlaffe der Stadtkinder angehörte und nicht an Handarbeit gewöhntwar. Der Steuermann fing an mich anszulachen und meinenWunsch, zur See zu gehen, zu verspotten, indem er mich nach mei-nen Kenntnissen befragte. Ich zeigte mich zu Allem willig undbereit; da ich aber merkte, daß dieß nur wenig Eindruck auf ihnmachte, so nahm ich endlich meine Zuflucht zur Bestechung.

Prinz Edward hatte mir vor seinem Abgänge von Halifaxeine schöne kleine Vogelflinte zum Geschenk gemacht, die nun inmeinem Besitze war; ich ließ gegen den Steuermann ein Wörtchendavon fallen, daß ich Eigcnthümer eines so kostbaren Artikels schnnd ihm die Flinte überlassen werde, wenn er sich dazu verstehenwollte, mich auf dem Schooner zu verstecken und nach New-Norknberzuführen.

Dieser Köder wirkte: der Steuermann hieß mich die Vogcl-siinte an Bord bringen, nm sie vorerst beaugenscheinigen zu können.Noch in derselben Nacht trug ich die Flinte hinüber, der Mannwar vollkommen damit zufrieden und der Handel wurde auf derStelle abgeschlossen.; dann kehrte ich nach Haus zurück, um mireinige Kleidungsstücke zusammen zu packen.

Ich wußte, daß meine Schwester Harriet eben damals Hemdenfür mich anfertigte; ich stahl mich in ihr Zimmer und nahm zwei