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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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mich herab und endete damit, daß er mich für meine Geschicklichkeitund meinen Unternehmungsgeist tüchtig durchpeitschte.

Es geschieht häufig, daß eine Züchtigung gerade die entgegen-gesetzte Wirkung von dem hervorbringt, was sie eigentlich beabsich-tigte so ging'S auch in dem vorliegenden Falle. Mein Wunsch,Seemann zu werden, wurde durch jene Strafe nur noch verstärktund ich begann jetzt ernstlich an Flucht zu denken, uni endlich aufein Schiff zu kommen und jener Einschränkung am Lande, die mirgänzlich unvernünftig vorkam, zu entrinnen.

Eine zweite Prise, das Amsterdamer Packetboot, nach Philadel-phia gehörend, war, glaube ich. von der Kleopatra, Kapital« SirRobert Laurie, aufgebracht worden. Am Bord dieses Schiffes dien-ten zwei amerikanische Schiffsjungen, mit denen ich bald auf sehrvertrautem Fuße stand; ihre Schilderungen von der See, ihre Be-richte über die vereinigten Staaten, verbunden mit dem Zwange,den ich zu erdulden glaubte, stachelten meinen Wunsch, Matrose zuwerden und ihr Vaterland zu sehen, immer heftiger auf. Sie hat-ten wenig zu thu», genoßen großer Freiheit, kamen und gingen fastganz wie's ihnen beliebte und dieses müßige Leben erschien mirals der Gipfel der Glückseligkeit; durfte ich doch nicht oft wagen,die Schule zu schwänzen, die mir mit jedem Tage verhaßter wurde.

Dieser Wunsch nach einer Veränderung muß mich, soweit ichmich entsinnen kann, beinahe ein volles Jahr beschäftigt haben.Mit jedem neuen Schiffe, das ich vor meinen Augen kommen oderabgehen sah, erhielt meine Sehnsucht wieder neue Nahrung, bis ichernstlich darauf dachte, den Plan zur Flucht zur Reife zu bringen.

Im Sommer 1805 in einem Alter von höchstens eilfJahren brachte ich endlich mein Vorhaben zur Ausführung.

Ich befand mich eines Tages auf dem Marktplatze und hörteeinige gefangene amerikanische Matrosen von einem Schooner er-zählen, der im Begriffe stand, Halifax zu verlassen, um nach New-Dork auszulaufen. Das Schiff gehörte nach Nordkarolina und war