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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
Entstehung
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besaß; aber ich wollte mein eigener Herr seyn und haßte vornehm-lich Alles, was einer priesterlichen Beaufsichligung ähnlich sah. Mr.Marchinto» ließ mich überdies; fast niemals auf die Straße, währendmich doch mein vorherrschender Hang zum Müßiggänge und zu denSpielen anderer Knaben hinzog. Es mag wohl seyn, daß er füreinen Jungen von meinem Temperament etwas zn streng war. dochfürchte ich auch meiner Seits, daß die Natur mir einen unstäten,verändernngssüchtigen Geist gegeben hatte.

Die englischen Kreuzer schickten um jene Zeit viele amerika-nischen Prisen in den Hafen und da unser Haus nahe am Wasserstand und Mr. Marchinton in jenem Theile der Stadt beträchtlicheGrundstücke besaß, so bestanden meine Liebhabereien darin, auf denWerften herumzuschlendern, so oft sich eine Gelegenheit dazudarbot.

Auf demCambrian," einer Fregatte, befand sich ein Midship-man, der nur wenig älter als ich selbst und ein Schnlgenosse vonmir war. Der Bursche hieß Bowen und war als angeblicher Pri-senmeister einer mit Kaffee befrachteten Brigg in den Hafen beor-dert worden. Kaum hatte ich Wind von der Sache bekommen, alsich ihn auch alsbald heimsuchte. Der junge Bowen bot Allem auf,um mich in dem nunmehr erwachenden Wunsche, Seemann zu wer-den, zu bestärken; mit gespannter Neugierde horchte ich auf dieErzählung seiner Abenteuer und auch ich verspürte den gewöhnlichen,knabenhaften Drang der Nacheiferung.

Mr. Marchinton schien meinem Plane, mich diesem Stande zuwidmen, abgeneigt zu seyn; ich durfte daher meine häufigen Be-suche nur verstohlen abstatten, und in demselben Verhältnis!, alsdie Erfüllung meiner Wünsche schwierig zu werden schien, steigertensie sich auch an Kraft und Heftigkeit.

Ich lernte bald an der Tackelage der Brigg bis zn denMastenspitzen emporklettern. Eines Tags gewahrte mich Mr.Marchinton ganz oben am Flaggenknopf des Hauptmastes; er rief