mich häufig auf dcn Arm, um mich zu küssen. So oft er an un-serem Hause vorüberging, lief ich ihm entgegen, und er pflegte michdann selbst durch die Straßen zu führen. Mehr als einmal nahmer mich mit und ließ den Regimentsschneider rufen, der mir dauneine» Anzug nach des Prinzen eigenem Geschmaeke anfertigen mußte.Er war ein stattlicher Mann von gebietendem Aeußereu und trughäufig einen Stern auf der Brust. Er hieß damals noch nichtHerzog von Kent, sondern bloß Prinz Edward oder der Prinz.Eine Dame wohnte bei ihm auf der Lodge; wer sie aber war,weiß ich nicht.
Meine Mutter muß um diese Zeit schon todt gewesen seyn,denn ihrer kann ich mich gar nicht mehr entsinnen. Ich glaube,mein Vater verließ Halifax ziemlich lange vor dem Prinzen; auchMajor Walter ging nach England und ließ Mrs. Walter für einigeZeit in Neuscholtland zurück. Ob mein Vater mit einem Theileseines Regiments abgiug oder nicht, vermag ich nicht anzugeben;ich habe nur noch eine Unterredung zwischen dem Prinzen, dem Majorund Mrs. Walter, im Gedächtniß, worin von dem Verluste einesTransportes die Rede war, wobei Myers einige Leute gerettethaben sollte.
Dieß muß nm dieselbe Zeit gewesen seyn, da mein Vater Neu-schottland verließ, wohin er, glaube ich, nie mehr zurückkehrte, dennweder meine Schwester noch ich haben ihn später je wieder gesehen.Man gab uns zu verstehen, er sey in der Schlacht gefallen, ohnedaß man uns Ort oder Zeit dieses Unglücks genannt hätte. Meinalter Schiffsgenoffe, der Herausgeber, meint, dieß müsse in Canadageschehen seyn, denn nachdem ich Neuschottland verlassen hatte, tra-fen Briefe von einem Freunde aus Quebec ein, worin sich diesernach uns Kindern erkundigte und dabei auseinander setzte, daß mei-nes Vaters Effekten sich in jener Stadt befänden und als unserEigenthum betrachtet werden sollten.
Dieser Brief gab meiner Schwester die erste Nachricht von