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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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WaS Dich erfreut, Luis, muß auch mir Freude machen," cr-wiederte die junge Frau.Wo nur Ein Interesse ist, kann auchnur Ein Wunsch sehn."

Theure theure Mercedes Du wirst alles aus mir ma-chen, was Du nur wünschen magst. Deine Engelsseele und DeineBereitwilligkeit, mich auf dieser Fahrt zu begleiten, reichen alleinschon hin, mich in einer Weise umzuformen, daß ich weniger mehrmir selbst, als Dir angehörc."

Bis jetzt, Luis," erwiederte die junge Frau lächelnd,scheinteS der umgekehrte Fall gewesen zu sehn, denn es ist Dir eher ge-lungen, mich zu einer Hcrumstreicherin zu machen, als ich imStande war, Dich an das Schloß von Llera zu fesseln."

Du kömmst doch nicht gegen Deine Wünsche auf das Meerhinaus, Mercedes?" fragte Luis mit der ernsten Raschheit einesMenschen, der, ohne es zu wissen, eine Unbesonnenheit begangenzu haben fürchtet.

Nein, thcuerster Luis; ich habe im Gegentheil die Fahrtgern unternommen, abgesehen davon, daß es mir Freude macht.Dir gefällig zu sehn. Zum Glück fühle ich keine Unbehaglichkeitvon der Bewegung der Felukke und finde das neue Schauspiel eben-so angenehm als anregend."

Wenn wir sagen, daß Luis dieß in mehr als einer Hinfichtgern hörte, so wird der Leser daraus entnehmen, daß der jungeEdle immer noch ein großes Vergnügen an den Sccnen des See-lebenS fand.

Nach einer halben Stunde wurde das Admiralsschiff von demDecke der Ozcma aus sichtbar, und ehe die Sonne ihren MittagS-kreis erreicht hatte, glitt die kleine Felukke in den Mittelpunkt derFlotte, geradezu auf ColumbuS' Carakke lossteuernd. Der gewöhnlicheAnruf erfolgte und als der Admiral von Mercedes' Anwesenheitbenachrichtigt war, begab er sich an Bord der Ozema, um ihr per-sönlich seine Achtung zu bezeugen. Die gemeinschasilich bestandenen