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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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Thränen zu verbergen, welche Ozcma'S Zustand seinen Augen ent-lockte.Ich fürchte, unser Klima sagt im Allgemeinen den armenKindern Hayti'S nicht zu, da die Kranlheit, welche in Sevilla nndPaloS unter ihnen herrscht, wenig Hoffnung zum Aufkommen gibt.»

Ist dieß so, Don Christoval?»

Sennora, ich glaube, es ist nur zu wahr. Man hat jedochfür ihre Seelen sowohl als für ihre Leiber Sorge getragen, undOzema ist jetzt die einzige ihres Volkes in Spanien, welche dieheilige Taufe »och nicht empfangen hat.»

Sennora,» sagte die Marquise, die mit überraschten undkummervollen Züge» von dem Lager der Kranken zurücktrat.Ichfürchte, unsere Hoffnungen schlagen gänzlich fehl! Die DameOzema hat mir eben zugeflüstert, daß Luis und Mercedes zuerst inihrer Gegenwart vermählt werden müßten, ehe sie einwilligenkönne, in den Schooß der Kirche ausgenommen zu werden."

Dieß bekundet nicht den richtigen Sinn, Beatriz und dochwas läßt sich mit einem Wesen anfangen, dessen Geist so wenigdurch das Licht von oben erleuchtet ist? ES ist aber wahrschein-lich bloß eine vorübergehende Laune, die vergessen seyn wird, wennder Erzbischof bereit steht."

Ich glaube nicht, Sennora, denn nie hat sie noch so ent-schlossen und entschieden ausgesehen. Sie ist sonst sanft und lenk-sam; aber dieß hat sie mir dreimal und in einer Weise gesagt, daßich wohl glauben muß, eS sey ihr völlig Ernst damit."

Jsabella trat nun an das Lager, an dem sie lange und be-gütigend mit der Kranke» sprach. In der Zwischenzeit verkehrteder Admiral mit der Marquise und Luis näherte sich unserer Heldin.Beide Letzteren waren ungemein bewegt, und Mercedes wagte inbanger Erwartung kaum zu athmen. Einige leise Worte aber gabenihr bald eine Gewißheit, die, trotz ihrer edeln Gefühle für Ozema,nicht verfehlen konnte, sie zu beglücken nemlich die, daß dasHerz unseres Helden ganz ihr gehöre. Von diesem Augenblicke an