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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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lang scyn. Als Du auf mein Anrathen Spanien verließest, umDich bei dieser großen Reise zu bclheiligen, liebtest Du micheine glückliche Nückerinnerung, die mir von seiner Erdenmacht ent-rissen werden kann! Ja, damals liebtest Du mich und michallein. Wir schieden unter Schwüren gegenseitiger Treue; und solang Du abwesend wärest, verging kein Tag, baß ich nicht stunden-lang auf meinen Knieen lag, und für den Admiral und sein Ge-folge zum Himmel flehte."

Theuerste Mercedes, eS kann Dich nicht überraschen, daß derErfolg unsere Bemühungen krönte; eine solche Beterin konnte nichtunerhört bleiben."

Ich muß Dich ersuchen, Sennor, mich auSreben zu lassen.Bis zu dem glorreichen Tage, welcher die Botschaft eurer Rückkehrbrachte, konnte keine Spanierin mehr Sorge für den Mann fühlen,auf den sie alle ihre Hoffnungen setzte, als ich für Dich empfand.Doch wenn auch die Gegenwart mit Furcht und Bangen erfülltwar, so glänzte mir doch die Zukunft im herrlichsten Hoffnungs-strahl. Der Bote, welcher an den Hof kam, öffnete meine Augenzuerst der traurigen Wirklichkeit deS Lebens und gab mir die harteLehre, in die die Jugend so schwer sich schicken kann nemlich dieder getäuschten Hoffnung. Damals hörte ich zuerst van Ozema der Bewunderung, die Du ihrer Schönheit zolltest der Be-reitwilligkeit, um ihretwillen Dein Leben zu opfern."

Heiliger Lukas! wagte es dieser nichtswürdige Sancha, DeinOhr durch Mitiheilungen zu verletzen, die mit der Kraft und derBeständigkeit meiner Liebe zu Dir in Berührung standen?"

Tadle ihn nicht, Luis, denn er hat nichts, als die Wahrheitberichtet. Seine Nachrichten haben mich auf irgend ein Unglückvorbereitet und ich danke Gott, daß es mir nur allmählich nähertrat und ich daher auf Mittel bedacht seyn konnte, die mir es tra-gen helfen. Als ich Ozema erblickte, konnte ich mich über denWechsel Deiner Gesinnung nicht mehr wundern ja, ihn kaum