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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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ehrlich zu rechtfertigen. Ozema, die von unfern Vermählungsfor-men hörte und Zeuge unserer Verehrung gegen das Kreuz war,hat ihre Lage und die Gefühle meines Neffen falsch verstandenund gab sich deshalb einer grausamen Selbsttäuschung hin, dieeinem christlichen Mädchen nimmermehr hätte begegnen können."

Die Sache kömmt mir in diesem Lichte wahrscheinlich vor,"enlgegnete die Königin mit dem zarten Sinne ihres Geschlechts fürdie Gefühle um nicht zu sagen, für die Rechte der Frauendoch dteß berührt die Empfindungen einer Dame nein einerPrinzessin, und darf daher nicht so öffentlich verhandelt werden.Es ist daher paffend, SennorcS, daß alle weiteren Erörterungenden Frauen anheim fallen, und ich versehe mich'S zu eurer Ritter-lichkeit und Ehrenhaftigkeit, daß die Vorgänge dieser Nach, ein Ge-heimniß bleiben. Die Dame Ozema ist fürderhin unter meinerObhut, und Du, Graf von Llera, sollst meinen Schlußbescheid hin-sichtlich Deiner Verbindung mit Donna Mercedes morgen erfahren."

Niemand wagte etwas gegen diese mit königlicher und frauen-hafter Würde vorgetragenen Worte einzuwenden, und nach den ge-wöhnlichen Ehrfurchtsbezeugungen gegen die Herrscherin verließenColumbuS und unser Held das Gemach. Die Königin trennte sicherst spät von Ozema; was sich aber in dieser Zeit zutrug, behaltenwir u»S für eine spätere Scene vor.