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eines Trostes bedurfte. In einem solchen Augenblicke konnte ich keinenpassenderen finden als dieses Erinnerungszeichen an den Heilandund an unsere Erlösung, welches mir nächst der Taufe als das geeig-netste NettungSmittel erschien."
„Du bist also nie vor einem Priester mit ihr gestanden undhast in keiner Weise ihre arglose Einfalt mißbraucht?"
„Sennora, Trug verträgt sich nicht mit meinem Character,und jede Schwäche, deren ich mich Ozema gegenüber schuldig ge-macht habe, soll enthüllt werden. Ihre Schönheit und ihr gewin-nendes Benehmen — beides spricht für sich selbst; ebenso ihreAchnlichkeit mit Donna Mercedes. Das letztere hat mich vorzugs-weise zu ihr hingezogen, und hätte mein Herz nicht bereits einerAndern gehört, so wäre es mein Stolz gewesen, die Prinzessin zumeiner Gattin zu machen. So aber trafen wir uns zu spät.Ueberhaupt führte auch gerade diese Achnlichkeit zu Vergleichungen,in welchen Diejenige, die in der Unwissenheit und im Unglaubenerzogen wurde, nothwendig zu kurz kommen mußte. Ich gebe zu,daß es Augenblicke gab, wo ich zärtlicher für Ozema fühlte; aberich muß in Abrede stellen, daß sie je im Stande war, meineLiebe für Mercedes zu verdrängen, oder auch nur zu mindern.Wenn mir Ozema gegenüber eine Schuld zur Last fällt, so ist es die,daß ich nicht immer im Stande war, die Gefühle zu unterdrücken,welche ihre Achnlichkeit mit Donna Mercedes und ihre eigene edleEinfalt — hauptsächlich aber die erstere — hervorriefen. Abernie habe ich mich in anderer Weise — sey es in Worten oderin der That — gegen sie vergangen."
„Das klingt aufrichtig und glaubwürdig, Beatriz. Du kennstden Grafen besser, als ich, und kannst daher leichter beurlheilen,in wieweit wir diesen Erklärungen trauen dürfen."
„Ich bürge mit meinem Leben für ihre Wahrheit, theure Ge-bieterin! Luis ist kein Heuchler, und ich freue mich — ach, ichschwimme in Entzücken, daß er im Stande ist, sein Benehmen so