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Wahrheit enthüllen. ES wäre vielleicht gut, die Dame Ozemagenauer zu befragen, um uns zu überzeugen, daß wir nicht inirgend einer seltsamen Selbsttäuschung befangen sind."
„Du hast Recht," bemerkle Isabella, deren Gcrechtigkeilsstnnstets geneigt war, jeden Fall, der ihrer Enlscheidung anheim gegebenwar, auf das gründlichste zu untersuchen. „Das Glück einesGranden hängt von ihrem Ergebnisse ab, und es ist billig, daß ersich aller geeigneten Mittel erfreue, sich gegen die Anschuldigungeines so schändlichen Vergehens zu rechtfertigen. Herr Graf, Dumagst sie in unserer Gegenwart über alles, was zum Zwecke DeinerVertheidigung dient, befragen."
„Sennora, es dürfte sich wohl für einen Ritter schlecht ziemen,bei einer Dame den Inquisitor zu spielen — und noch obendreinbei einer Dame von dem Character und den Sitten dieser Fremden,"antwortete Luis stolz, indem er zugleich während seiner Worteerrölhete, denn er wußte wohl, daß Ozema durchaus unfähig war,ihre Neigung für ihn zu verhehlen. „Wenn also etwas der Artgeschehen muß, so dürfte dieses Geschäft wohl für jemand Anderesgeeigneter scyn."
„Da die ernste Pflicht, zu strafen, mir anheim fällt," bemerktedie Königin ruhig, „so will denn auch ich dieses mißliebige Geschäftauf mich nehmen. Sennor Almirante, wir dürfen uns von keinerVerpflichtung zurückziehen, welche uns der größten EigenschaftGottes — nemlich seiner Gerechtigkeit—näher bringt. Prinzessin,Du sagtest, Don LutS hätte Dich geehlicht und Du betrachtestDich als seine Gattin?" — Wann und wo bist Du mit ihm voreinen Priester getreten?"
Man hat so viele Versuche gemacht, Ozema zum Christenthumzu bekehren, daß sie mit Ausdrücken, welche auf die Religion Bezughatten, vertrauter war, als mit jedem andern Theil der Sprache,obgleich man in dieser Hinsicht ihrem Geiste nur ein wirres Bilderträumter Verpflichtungen und geheimnißvoller Eigenschaften