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erscheinen, Herr Cardinal," bemerkte der Admiral, „und versehemich daher zu Euer Gnaden, daß Ihr meine Entfernung entschuldigenwerdet. Dem Benehmen des Bote» nach handelt sich'S um eine Sachevon Wichtigkeit, und Zhr werdet mir verzeihen, daß ich die Ver-sammlung schon so früh verlasse?"
Es erfolgte die gewöhnliche Erwiederung, worauf ColumbuS,nachdem er sich unter rer Thüre »och einmal gegen seinen Wirthund alle Anwesenden verbeugt hatte, das Zimmer verließ. Fastin demselben Augenblicke folgte ihm der Conde de Llera.
„Wohin so eilig, Don Luis?" fragte der Admiral, als sichder Andere ihm anschloß. „Thut es Dir so Noth, ein Festmahlzu verlassen, wie eS Spanien — ausgenommen in den Palästenseiner Könige — selten steht."
„Bei San Zago, nicht einmal dort, Sennor," entgegnete derjunge Mann heiter, „wenn wir König Ferdinands Tafel zumMaasstab nehmen. Aber ich verlasse diese angenchme Gesellschaftin Folge eines Befehls von Donna Jsabella, die mich plötzlichvor sich rufen ließ."
„Dann, Sennor Conde, gehen wir miteinander — vielleichtin derselben Angelegenheit; denn auch ich eile nach den Gemächernder Königin."
„Ich bin sehr erfreut, dieß zu hören, Sennor, da ich nureinen Grund kenne, um deßwille» eine gemeinschaftliche Aufforde-rung an uns ergehen kann. Es handelt sich dabei um meineFreiere! und man wird Euch ohne Zweifel ein Zeugniß abverlangen,ob ich die Reise mitgemacht habe."
„Meine Gedanken und meine Zeit sind in den letzten Tagenso sehr mit den öffentlichen Angelegenheiten beschäftigt gewesen,Luis, daß ich keine Gelegenheit hatte, Dich über diesen Punkt zufragen. Wie geht es der Dame von Valverde, und wann wirdes ihr genehm seyn, Deine Treue und Liebe zu belohnen?"
„Sennor, ich wollte, daß ich Euch die letztere dieser Fragen