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vor, in gespannter Erwartung der Antwort entgegensehend. Co-lumbnS blieb mehr als eine Minute schwelgend sitzen, dann griffer nach einem Ei, hielt es empor und begann, zwar sanft, abermit würdevollem Ernste:
„Sennores," sagte er, „ist Jemand hier im Stande, diesesEi auf seine Spitze zu stellen? Wenn einer der Anwesenden dieseKunst versteht, so fordere ich ihn auf, uns eine Probe davon zu geben."
Diese Anmuthung erregte keine geringe Ueberraschnng; dochschickte sich sogleich ein Dutzend an, unter Lachen und Scherzredenden Versuch zu machen. Mehr als einmal glaubte irgend ein jungerAdeliger, es sey ihm gelungen; aber sobald seine Finger das Eiverließen, rollte es über den Tisch, als ob es seiner Ungeschick-lichkeit Hohn sprechen wollte.
„Beim heiligen LnkaS, Sennor Almirante, dieses merkwürdigeAnsinnen übersteigt unsere Geschicklichkeit!" rief Juan de Orbitello.„Hier ist der Conde de LIera, der so manchen Mauren erschlugund sogar im Turnier Alonzo de Ojeda aus dem Sattel hob, unddennoch kann er mit dem Ei in der von Euch angedeuteten Weisenicht zu Stande kommen."
„Es wird aber ihm und sogar Euch keinen Augenblick schwerwerden, Sennor, sobald ich das Kunststück öffentlich gezeigt habenwerde." —
Mit diesen Worten stieß ColumbuS das spitzigere Ende desEi'S leicht auf den Tisch, und da jetzt die Schale eingedrückt war,gewann es eine Basis, auf der cs fest und bewegungslos stehenkonnte. Ein Gemurmel des Beifalls folgte dieser sinnreichen Zu-rechtweisung und der Herr von Orbitello zog sich schnell wiederin die Unbedeutsamkeit zurück, aus der er sich besser nie hervor-gewagt hätte. In diesem Augenblick redete ein königlicher Pageden Admiral an und begab sich dann zu dem Sitze Don Luis'de Bobadilla.
„Ich bin aufgefordert, unverzüglich vor der Königin zu