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vertheidigen; „die Prinzessin hat uns erzählt, wie er sie den Hän-den ihres größten Feindes und Verfolgers, des wilden und tyran-nischen Jnselfürstcn, Caonabo, entriß, und wie großinüthig er sichum ihretwillen der äußersten Gefahr aussetzte."
„Tochter, geh auf Dein Zimmer, und rufe zuerst die Fürbitteder heiligen Maria an, damit Du die Ruhe des religiösen Frie-dens und Ergebung in Gottes Willen auf Deinem Kiffen findest.Beatriz, ich will die Prinzessin allein befragen."
- Di- Marquisin und Mercedes entfernten sich ohne Verzug undließen Jsabella und Ozcma allein in dem Zimmer. Die nun fol-gende Unterredung dauerte länger als eine Stunde, denn sovielZeit war nöthig, um es der Königin, bei der Beschränktheit derMittel für einen mündlichen Gedankenaustausch, möglich zu machen,über die Miltheilungen der Fremden ins Klare zu kommen. DaßOzema'S ganzes Herz Luis gehörte, konnte Jsabella nicht entgehen.Die Indianerin war nicht gewöhnt, die Regungen ihres Herzenszu verbergen; und wenn sie es auch hätte versuchen wollen, sowürde doch ihre Uuerfahrenheit die Durchführung einer solchen Ab-sicht unmöglich gemacht haben. Ozema hielt es außerdem in ihrernatürlichen Unbefangenheit für Pflicht, gegen Luis'Herrscherin keinGeheimniß zu haben, und enthüllte daher derselben ihre ganzeSeele in der einfachsten und offensten Weise.
„Prinzessin," sagte die Königin im Verlaufe des Gesprächs,als sie glaubte, sich in den Besitz der Mittel gesetzt zu haben, dieFremde zu verstehen — „Deine Erzählung ist mir jetzt deutlich.Caonabo ist der Häuptling oder wenn Du willst, der König einesLandes, welches an das Dcinige gränzt. Er begehrte Dich zurGattin; da er aber bereits mit mehr als einer Prinzessin verhci-rathet war, so hast Du, wie es sich geziemt, seine gottlosen Vor-schläge zurückgewiesen. Er versuchte es dann, sich mit GewaltDeiner zu bemächtigen, und zu gleicher Zeit war der Conde deLlera bei Deinem Bruder ans Besuch —"