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Tafel in einer Weise besetzt war, die den Köchen Barcellona'Salle Ehre machte. Während des Mahles ließ sich Sancho durchkeine Frage — denn die Neugierde veranlaßte die jungen Herrenhin und wieder zu einer Abweichung von den Schicklichkeitsregeln —von der Pflicht des Augenblicks abbringen, gegen die er eine Artreligiöser Verehrung unterhielt. Einmal, da man ihm etwas kräf-tiger als gewöhnlich zusetzte, legte er Messer und Gabel niederund gab die nachstehende, feierliche Erwiederung.
„Sennores," sagte er, „ich betrachte Speise und Trank alseine Gabe Gottes und halte es für unehrerbietig, viel zu reden,wenn die Trefflichkeit des Mahles uns einlädt, sich gegen diesengroßen Geber dankbar zu erweisen. Ich weiß, Don Christoval istderselben Meinung, und alle seine Begleiter folgen dem Beispieleihres thcnren und hochgeehrten Admirals. Sobald ich zu sprechenbereit bin, Sennores Don Hidalgos, sollt Ihr genug zu hören be-kommen, und dann sey Gott der Unwissenheit und Albernheit gnädig."
Nach dieser Erinnerung blieb nichts mehr übrig, als zu schweigen,bis Sancho seinen Apvetit gestillt hatte; dann aber schob er seinenSitz^ctwas vom Tische zurück und kündigte an, daß er nunmehrzu beginnen bereit sey.
„Ich muß gestehen, daß ich mich mit der Gelehrsamkeit niebesonders abgegeben habe, Sennor Pedro Martir," sagte er; „aberwas ich gesehen habe, das habe ich gesehen, und was bekannt ist,weiß ein Matrose eben so gut, als ein Doctor von SalamankaSo beginnt denn in Gottes Namen eure Fragen, und seyd solcherAntworten gewärtig, wie ein armer aber ehrlicher Mann siegeben kann."
Der gelehrte Peter Martir hatte im Sinne, die Gelegenheitauf's Beste auSzubeuten. Da aber in dem gegenwärtigen Augen-blick jede Mittheilung, wie sie einem eben in den Wurf kam, mitBegierde ausgenommen wurde, so begann er seine Fragen so einfachund unumwunden vorzulcgcn, als ihn der Seemann zu thun aus-gefodert hatte.