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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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zu Ende; denn das Wüthen der Elemente und die furchtbare Weise»in der die Ninna sich abkämpfen mußte» um sich buchstäblich aufder Oberfläche des Meeres zu erhalten gewährte allen Zeugendieser Scene reichlichen Stoff zur Betrachtung.

So verging die Nacht. Als der Tag anbrach» zeigte er einenSchauplatz winterlichen Ungestüms. Die Sonne ließ sich nichtblicken, denn die schwarzen Dünste trieben so niedrig vor dem Sturmeher, daß die scheinbare Höhe des Himmelsgewölbes sich um dieHälfte gemindert zeigte» während daS Meer nur wie eine wogendeSchaummaffe erschien. Bald wurde beinahe dwarS von der CaraveleHochland sichtbar, welches alle älteren Matrosen sogleich für denFels von Lissabon erklärten. Sobald man sich über diesen wichtigenUmstand Gewißheit verschafft hatte, ließ der Admiral den Schnabeldes Fahrzeugs landwärts richten und hielt auf die Mündung desTajo an. Die Entfernung war nicht groß und mochte etwa zwan-zig Meilen betragen. Aber die Nothwendigkeit» dem Sturme zutrotzen und in einem solchen Winde Segel beizusetzen, machte dieLage der Caravele bedenklicher als bei allen früheren Versuchen.In diesem Augenblick war die Politik des Portugiesen vergessenoder trat wenigstens sehr in den Hintergrund, da man augenschein-lich nur zwischen einem Hafen und einem Schiffbruche die Wahlhatte. Jeder Zoll luvwärts wurde für die Seefahrer von großerWichtigkeit, undVicenteUannez stellte sich in die Nähe des Steuers, umdas Spielen desselben mit der durch Erfahrung erworbenen Wach-samkeit einer verantwortlichen Stellung zu beobachten. Man führtenur die niedrigsten Segel, und auch diese waren so enge gerefft, alses ihre Einrichtung zuließ.

In dieser Weise kämpfte sich das kleine, vom Sturme hin undhergestoßene Fahrzeug vorwärts, indem es bald so tief in die hohleSee sank, daß Land, Meer und Alles bis auf die zürnenden Wo-genwände und die Wolken über ihren Häuptern den Blicken ent-schwanden, bald wieder, so zu sagen, auS dieser ruhigen düsteren