„Caonabo dort, Luis!"
„Wahr, unschuldiges Mädchen; aber selbst Caonabo ist nichtso schrecklich, als dieses Zürnen der Elemente."
„Nein — nein — nein — Caonabo viel schlimm — brechenOzema'S Herz — nicht Caonabo — nicht Hapti."
„Deine Furcht vor dem Caribenhäuptling, liebe Ozema, hatDir theilweise die Besinnung verwirrt. Du hast einen Gott sogut, als wir Christen, und mußt, wie wir Dein Vertrauen aufihn setzen. Er ist's allein, der Dich beschützen kann."
„Was beschützen?"
„Für Dich sorgen, Ozema — abwenden, daß Du nicht zu Schadenkömmst — ob Deiner Sicherheit und Deiner Wohlfahrt wachen."
„Luis beschützen Ozema. Es versprechen Mattinao — es ver-sprechen Ozema — es versprechen Herz."
„Gutes Mädchen, ich werbe eS wohl, so weit meine Kräftereichen. Aber was kann ich thun gegen diesen Sturm?"
„Was Luis thun gegen Caonabo? — tödten ihn — erschla-gen Indianer — machen ihn weglaufen!"
„Das ist eine Kleinigkeit für einen christlichen Ritter, der eingutes Schwert und einen tüchtigen Schild führt; aber diese Waf-fen nützen nichts gegen einen Sturm. Wir haben nur eine Hoff-nung und diese besteht in dem Vertrauen zu dem Gott der Spanier."
„Spanier groß — haben groß Gott."
„Es gibt nur einen Gott, Ozema, der Alles leitet, sey eSnun in Hapti oder in Spanien. Tu erinnerst Dich, was ich Dirvon seiner Liebe und von der Art seines Todes, durch den er unsAlle erlöste, gesagt habe, und Du versprachst mir damals, ihnanzubeten und Dich taufen zu lassen, sobald wir meine Heimatherreicht hätten."
„Gott! — Ozema thun, was Luis sagen. Lieben Luis'Gott schon."
„Du hast das heilige Kreuz gesehen und mir versprochen, erzu küssen und zu verehren."