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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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hinter eine Wasserwand, daß das Segel völlig ruhig wurde. Sanchound seine Gehülfen benutzten den günstigen Augenblick, die Schootenzu sichern, und als das kleine Fahrzeug wieder aufwärts kämpfte,füllte sich die Leinwand mit einem solchen Stoße, wie man es beidem plötzlichen Anhalten eines Taues empfindet. Von diesem Augen-blick an trieb die Ninna wieder langsam seewärts, obgleich sie ihrenWeg durch Wogen suchen mußte, deren Wuth sie in jedem Augen-blick zu vernichten drohte.

Luis!" sagte eine weiche Stimme an der Seite unseres Helden,als dieser sich an dem Pfosten der Thüre, welche zu der Kajüte derFrauen führte, festhieltLuis Hapti besser Mattiuaobesser viel schlimm Luis."

Es war Ozema, welche sich von ihrem Lager erhoben hatte,um einen Blick auf den empörten Ocean zu werfen. Während desgünstigen Wetters im Anfang der Reise war der Verkehr zwischenLuis und den am Bord befindlichen Eingeborenen fortwährend einheiterer gewesen. Obgleich Ozema ihre Lage etwas unbehaglichfand, so hatte sie doch seine Besuche stets mit arglosem Entzückenaufgenommen, und ihre Fortschritte in der spanischen Sprachewaren von der Art, daß sie selbst ihren Lehrer mit Staunen er-füllten. Auch zog nicht Ozema allein aus diesem Umgänge Nutzen,da Luis, indem er sic zu unterrichten bemüht war, fast eben soviele Worte ihrer Muttersprache lernte, als er ihr von der seinigenmittheilte. In dieser Weise unterhielten sic sich, indem sie für denFall der Noth zu den Ausdrücken beider Zungen ihre Zuflucht nah-men. Wir geben hier eine freie Uebersetzung ihrer Worte, wobeiwir das Charakteristische des Gesprächs beizubehalten bemüht waren.

Arme Ozema," erwiedertc unser Held, iudem er sie sanft ineine Stellung brachte, in welcher er sie gegen die Wirkungen derungestümen Bewegungen des Schiffes unterstützen konnteDuhast wohl Ursache, Dich nach Hayti und der friedlichen SicherheitDeiner Haine zurückzusehnen."