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^abliefen. Auch war auf die allgemeine Richtung der Wellen, soweit von einer solchen überhaupt die Rede seyn konnte, Rücksichtgenommen worden, und die Ninna hatte sich seit dem Einbruch derNacht um etwa fünf oder sechs Stunden vorwärts gekämpft, odervielmehr — vorwärts geschleppt, ohne auf eine Veränderung zutreffen. Es war nahezu Mitternacht, und noch zeigte die Oberflächedes Meeres dieselbe wilde chaotische Verwirrung. Meente Vanneznäherte sich nun dem Admiral und erklärte, daß das Fahrzeug denFetzen Segel, welchen es noch führte, nicht mehr länger tragen könne.
„Die Gewalt, mit der uns die See in die Höhe wirft, zer-trümmert beinahe das Fahrzeug," sagte er, „und der Rücksturz indie hohlen Wellenräume ist fast eben so bedrohlich. Es kann schlimmausfallcn, wenn wir die Leinwand nicht streichen."
„Wer hat in der letzten Stunde etwas von Marlin Alonzogesehen?" fragte ColumbuS mit einem besorgten Blicke in dieRichtung, wo sich die Pinta befinden sollte. „Du hast die Laterneheruntergenommen, Vicents Vannez?"
„Sie konnte sich gegen den Sturm nicht mehr halten. Wirhaben sie von Zeit zu Zeit aufgezogen, und jedesmal wurde dasSignal von meinem Bruder erwiedcrt."
„Ziehe sie noch einmal auf! Dieß ist ein Augenblick, wo dieNähe eines Freundes das Herz erfreut, selbst wenn er eben sohülfloS ist, als wir."
Die Laterne wurde aufgehießt, und nach einem sorgfältigenSpähen sah man ein schwaches fernes Licht durch die Zerstörungdes Sturmes schimmern. Man wiederholte den Versuch in kurzenZwischenräumen, und eben so oft wurde das Signal aus stets zu-nehmender Entfernung beantwortet, bis sich zuletzt das Licht derGefährtin ganz verlor.
„Der Mast der Pinta ist so schwach, daß er in einem solchenSturme nicht einmal seine Kardeel tragen kann," bemerkte Vicente