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auf seine Deckbalkenendcn, wie man es nennt, geworfen wird;indeß kleinere Schiffe Gefahr laufen, umzuschlagcn, wenn die Mengeihrer Segel nicht im Verhältnisse zn ihrer Schwere steht. Obgleichden Seeleuten der Ninna dieser Mangel ihrer Caravele, der gro-ßentheils in dem aufgebrauchten Süßwaffer seinen Grund hatte,nicht entging, so hofften sie doch bald , genug einen Hafen zu ge-winnen, um Maßregeln gegen diesen liebelstand für nöthig zu halten.
Dicß war der Stand der Dinge, als die Sonne am Abendedes zwölften Februars 1493 niederging. ColumbuS befand sich,wie gewöhnlich, aus dem Hüttendecke: denn Schiffe jeder Größehatten damals diese unförmlichen Auswüchse, obgleich jenes derNinna so klein war, daß es kaum diesen Namen verdiente. Luisstand ihm zur Seite und Beide beobachteten das Treiben am Him-mel und auf dem Meere mit ernstem Schweigen. Unser Held hattenie vorher die Elemente in so gewaltiger Aufregung gesehen undder Admiral gestand selbst zu, daß ihm selten eine so bedrohlicheNacht vorgekommen sey. Ein Sonnenuntergang zur See, wenndie Wolken sich unheilverkündend aufhäufen und sturmbrütendeVorzeichen den Himmel umziehen, hat etwas Feierliches, von demman sich auf dem Lande keinen Begriff macht. Di« Einsamkeiteines Schiffes, welches sich durch eine . Wüste düster aussehendenWassers kämpft, verleiht dam geweckten Gefühle noch mehr Nach-druck, da ersteres als der einzige Gegenstand erscheint, den derSturm mit seiner ganzen wilden Macht bedroht. Alles Anderescheint mit dem allgemeinen Kampfe in Verbindung zu treten, in-dem das Meer, der Himmel und die Luft nur Züge des düste-ren Gemäldes bilden. Zählen wir zu allem diesem noch daswinterliche Zürnen des Februars, so haben wir die Scene in ihrendunkelsten Tinten.
„Dieß ist ein unheilbrütender Abend, Don Luis," bemerkteColumbuS, als eben die letzten Strahlen, welche die Sonne gegendie Sturm verkündenden Wolken entsandte, von deren massigen