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sich doch beide Theile leicht. Ozema war nicht mehr bekümmertund von Sorge niedergedrückt, sondern ihr leichtes Lächeln zeugtevon Heiterkeit und Frohsinn, und Luis glaubte sie nie so gewinnendund lieblich gesehen zu haben. Sie hatte ihre spärliche Toilettemit indianischer Gefallsucht geordnet, und das warme Eolorit ihrerWangen verlieh ihren leuchtenden Augen einen neuen Glanz. Ihrebehende leichte Gestalt, ein Vorbild ungekünstelter Anmuth, warso ätherisch, daß sie kaum die Erde zu berühren schien. Das Ge-heiinniß dieses plötzlichen Wechsels blieb Luis nicht lange «erborgen.Der Bruder und die Schwester hatten sich gegenseitig ihre Ge-fahren und die Art ihres Entkommens mitgetheilt, und da sieEaonabo'S Charactcr und Entschlossenheit kannten, so waren sie zuder Ueberzeugung gekommen, daß Ozema nur in der Flucht Heilfinden könne. Es wäre nutzlos, untersuchen zu wollen, was denBruder vorzugsweise bestimmte, seiner Schwester zu gestatten, dieFremden auf der Reise nach dem fernen Spanien zu begleiten;Ozema'S Gründe sind aber dem Leser kaum ein Gehei,»niß. Manwußte, daß der Admiral eine Anzahl Eingeborener an Jsabella'SHof zu bringen wünschte, und drei Frauen, darunter eine vonOzema'S Rang, halten bereits cingewilligt, mitzugehcn. Diese, dieFrau eines Häuptlings, war nicht nur eine Bekannte, sondern aucheine Verwandte unserer indianischen Heldin. Alles schien dem Vor-haben günstig. Eine Reise nach Spanien war den Eingeborenennoch ein Geheimniß, da sie dieselbe nur wie eine etwas ausge-dehnte Fahrt von einer ihrer Inseln zur andern betrachteten, undso fanden weder der Kazike noch seine Schwester iu dem AuSstugeetwas besonders Abschreckendes.
Dieser Vorschlag überraschte unfern Helden nicht wenig, ob-gleich ihm Ozema'S Hingebung schmeichelte und gefiel, selbstwährend sie ihn beunruhigte. Es gab vielleicht Augenblicke, indenen er sich selbst nicht ganz traute, aber noch immer herrschteMercedes in seinem Herzen, und er schüttelte dieses Gefühl als