von diesen kostbaren Dingen für ihren Unrath zu trenne». Ihrseht, daß ich eher großmüthig als habsüchtig bin, denn wir sindAlle auf Hayti, wo doch der Preis der Artikel bestimmt werdenmuß. Es ist wahr, daß sich »ach den großen Gefahren, die ichzur See zu bestehen hatte, )>nd nach den vielen Beschwerden undWechselfällen, denen ich wohl noch ausgesetzt bin, bis ich diesesGold nach Spanien gebracht habe — für meine Mühe etwas da-vonschlagen möchte, um mir für mein Alter einen ehrlichen Lebens-unterhalt zu sichern. Ich hoffe daher, Donna Jsabella wird soviele Rücksichten für das Wohl dieser ihrer neuen Unterthaneunehmen, um ihnen für immer das Seefahrergewerbc zu legen, daes, wie wir Beide recht wohl wissen, ein gar beschwerliches undgefährliches Geschäft ist."
„Und warnm wünschest Du vorzugsweise diese Gunst zum Bestender armen Insulaner, Sancho? und dieß noch dazu auf KostenDeiner eigenen Knochen?"
„Einfach deshalb, Sennor," antwortete der Schalk mit einemverschmitzten Seitenblick, „damit der Handel nicht gestört werde,der so frei und uneingezwängt als möglich seyn muß. Wenn wirSpanier hieher nach Hayti kommen, so verkaufen wir eine Falken-schelle für eine Dobia in Gold; nehmen sich aber diese Wildendie Mühe nach Spanien zu gehen, so können sic für eine Dobiaihres Goldes wohl hundert unserer Falkenschcllen kaufen. Nein —nein! eS ist schon gut, so wie eS ist, und möge eine doppelte Por-tion Fegfeuer dem zu Theil werden, der einem guten, ehrlichen,freien und civilisirende» Handel Schwierigkeiten in den Weg lege»will, sage ich."
Sancho war noch mit Auskramung seiner Begriffe über denfreien Handel — der großen Mystifikation der neueren Philantro-pen — beschäftigt, als sich plötzlich von Mattinao'S Dorfe her einGeschrei vernehmen ließ, wie man cs nur in Augenblicken der Ge-fahr und plötzlichen Schreckens hört. Die Unterhaltung hatte in