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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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sich ans dem Golde nicht mehr, als Enre Ercellenz aus einemtodten Mauren, und um sie dafür zu strafen, halte ich eine Fal-kenschelle gerade eben so wohlfeil. Mögen sie so geringschätzig,als sic wollen, auf ihren Schmuck und den gelben Staub blicken,sic werden mich eben so willig finde^, mich von den zwanzig Fal-kenschellen zu trennen, die mir noch übrig sind. Sie sollen nurihren Tausch fortsctzen, ich bin möglichst bereit, ihnen Nichts fürNichts z» geben."

Ist eS aber auch ehrlich, Sancho, einen Indianer seinesGoldes zu berauben und ihm dafür eine Spielerei anzuhängen,die für Kupfer zu kaufen ist? Bedenke, daß Du ein Castilianerbist, und gib hinfort zwei Falkenschellen, wo Du bisher nur einegegeben hast."

Ich vergesse meiner Geburt nie, Sennor, denn glücklicher-weise liegt das Schiffsdockenthor von Moguer in Alt-Spanien.Wird der Werth einer Sache nicht durch die Marktpreise bestimmt?Fragt was immer für einen Handelsmanch, und er wird Euch das-selbe sagen, wie cs den» auch so klar, als die Sonne am Himmelist. Als die Venezianer vor Candia lagen, konnte man aus dieserInsel Trauben, Feigen und griechische Weine für ein gutes Worthaben, während man die westliche» Artikel zu ungeheuren Preisenbezahlen mußte. Nichts liegt mehr auf flacher Hand, als die That-sache, daß Alles seinen Preis hat, und der wahre Handel bestehtdarin, daß man WerthloseS gegen WerthloseS austauscht."

Wenn es ehrlich ist, von der Unwissenheit eines AnderenVoriheil zu ziehen," versetzte Luis, der als ächter Edelmann denHandel nur mit Verachtung betrachtete, so muß es auch gerechtseyn, Kinder und Dummköpfe zu betrügen."

Gott und insbesondere mein Schutzpatron, der heilige An-dreas, mögen verhüten, daß ich mich einer so schlechten Handlungschuldig mache! Falkenschellen, Sennor, sind in Hayti mehr Werth,als Gold, und.da ich dieß zufällig weiß, so bin ich bereit, mich