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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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und daß ihre natürliche Anmuth, verschönert durch den edlen höfi-schen Anstand und durch die feinen Sitten, welche der tätliche,wo nicht stündliche Umgang mit der königlichen Herrin zur Folgehaben mußte nie in seiner Seele sich verwischte.

Als das Canoe zwischen den zwei Spitzen, welche die Mün-dung deS Flusses begränzten, an die Küste schoß, machte Sanchoden jungen Grafen auf eine kleine Flotte von Kähnen aufmerksam,die vor dem Winde von Osten herabkamen und augenscheinlich, wieso viele andere, die sie den Tag über gesehen, die Absicht hatten,dem wunderbaren Fremden in der Bai von Acul einen Besuch ab-zustatten. Die Eingebornen in dem Kahne erblickten gleichfallsdiese kleine Flottille, welche unter Baumwollcnsegeln vor demWinde Hertrieb, und ihr Lächeln und ihre Zeichen gaben zn er-kennen, daß jene wirklich eine derartige Bifite beabsichtigen. Alsman in die Mündung des Stromes einfuhr, zog Mattinao untereinem leichten Baumwollenkleide, welches er hin und wieder zutragen Pflegte, einen dünnen Reif vom feinsten Golde hervor, wel-chen er als eine Art von Krone auf seinen Kopf setzte. Luis er-kannte aus diesem Zeichen, daß sein neuer Freund einer vonden Kaziken war, welche Guacanagart Tribut zahlten, und standdaher auf, um ihm die seinem Rang angemessene Begrüßung zuzollen, was denn auch von allen Hayiianern nachgeahmt wurde.Luis schloß mit Recht aus dieser Zurschaustellung seiner Würde,daß Mattinao jetzt in die Gränzen seines eigenen Gebietes einge-treten sey. Sobald der junge Kazike sein Inkognito ab-gelegt hatte, hörte er auf zu rudern, nahm eine würdigeund gebieterische Miene an und versuchte, sich mit seinem Gaste,so gut es bei den unvollkommenen Verständigungsmitteln gehenwollte, zu unterhalten. Er sprach oft das WortOzema" aus,und Luis folgerte aus der Art, wie er eS that, daß dieß derName eines LieblingSweibeS sey; denn die Spanier hatten bereit»ausgefunden, oder glaubten wenigstens sich überzeugt zu haben.