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„Was wollt Ihr?" fragte der Admiral ernst. „Redet, „Ihrsprecht zu einem Freunde."
„Wirkomnien, um für unser thsureS Leben zu bitten, Sennor,"antwortete Juan Martin, der in seiner untergeordneten Stellungeinen Schirm zu finden glaubte; „und flehen dringend, daß manuns die Möglichkeit nicht benehme, unfern Weibern und KindernBrod zu verschaffen. Alle, die hier stehen, find dieser erwerblosenReise müde, und die Meisten glauben, daß wenn man die Rückkehrlänger verzögere, die Lebensmittel auSgehen und die Leute auf demMeere verschmachten müßten."
„Wißt Ihr, welche Entfernung zwischen uns und Ferro liegt,daß Ihr mich mit einem so blinden und Ihörichten Gesuche behelligt?"Rede Du, Ninno, denn ich sehe, Du gehörst auch zu ihrer Zahl,obschon Du Dich zu sprechen scheuest."
„Sennor," erwiederte der Pilot, „wir find alle der gleichenMeinung. Auf diesem unbekannten Meere immer weiter in'S Blauezu segeln, heißt Gott zwingen, uns für unfern Eigensinn zu ver-nichten. ES ist vergeblich zu glauben, dieser breite Wassergürtelsey rings um die ganze Erde zu einem andern Zwecke gelegt worden,als um die Tollkühnen abzuhalten, in Geheimnisse, die über demBereiche ihres Verstandes liegen, einzudringcn. Predigen uns nichtalle Geistlichen, Sennor — den frommen Prior von Santa Mariade Rabiva, Euren eigenen Freund nicht ausgenommen — beständigvon der Nothwendigkeit, uns einer Weisheit, die nicht Ihresgleichenhat, zu unterwerfen, und zu glauben, ohne den Schleier lüften zuwollen, welcher die Welt des Unbegreiflichen verhüllt?"
„Ich möchte Dir Deine eigenen Worte entgegen halten, ehr-licher Ninno," antwortete ColumbuS, „und Dich darauf verweisen,Denen zu vertrauen, deren Wissen weit über dem Deinigen steht,und da demüthig zu gehorchen, wo Du durchaus untauglich bist,zu befehlen. Geh — entferne Dich mit Deinen Genossen, undlaß mich nie wieder etwas der Art hören."