..Nein, Sennor!" riefen zwei oder drei in einem Nthem, »wirwoiien wenigstens nicht zu Grunde gehen, ohne unfern Klagen Luftgemacht zu haben. Wir sind Euch bereits schon zu weit gefolgtund besitzen vielleicht jetzt schon nicht mehr die Mittel, wohlbehaltennach Hause zu kommen. Wir wollen daher diese Nacht noch dieSchnäbel der Caravelsn heimwärts kehren, sonst möchten wir leichtdas gesegnete Spanien nie wieder zu Gesicht bekommen."
„Das gränzt an Meuterei! Wer unter Euch wagt cS, eineso kühne Sprache gegen seinen Admiral zu führen?"
„Wir Alle, Sennor!" erwiederten zwanzig Stimmen zugleich.„Der Mensch darf wohl kühn scyn, wenn an seinem Schweigendas Leben hängt."
„Sancho, bist Du auch auf der Seite dieser Aufrührer? Be-kennst auch Du, Dein Herz kranke »ach Spanien, Deine unmänn-liche Furcht sey stärker als Deine Hoffnungen auf unvergänglichenRuhm und als Dein Sehnen nach den Reichthümern und Annehmlich-keiten Cathay'S?"
„Wenn mir so etwas zu Sinne kömmt, Sennor Don Almirante,so laßt mich mein Leben lang die Masten schmieren und nehmt michfür immer von dem Steuer weg, als einen Menschen, der durchausuntüchtig ist, das Kreisen des Polarsterns zu beobachten. Segeltmit den Caravelen in die Hallen des Groß-Chans und legt meinet-wegen an seinem Throne an — Ihr sollt immer Sancho auf seinemPosten finden, sey es am Steuer oder bei der Loihlinie. Er ist ineiner Schiffsdocke geboren und hat daher das natürliche Verlangenzu erfahren, was ein Schiff auszuführen im Stande ist."
„Und Du, Pepe — hast Du Deiner Pflicht so sehr vergessen,daß Du in dieser Weise vor Deinen Befehlshaber trittst — vorden Admiral und Vicekönig Deiner Herrscherin, der Donna Jsabella?"
„Vicekönig? — über was?" rief eine Stimme aus der Bande,ohne Pepe zum Wort kommen zu lassen. „Ein Vicekönig überSeegras, der nichts anderes als Thunfische, Wallfische und Pelikane