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ein gewisses düsteres Brüten nnter den Matrosen die Oberhandgewann, welches nur hin und wieder, wenn die Wolken ihre ge-wöhnlichen Trugbilder an den Horizont malten, durch den unzuver-läßigcn Ruf „Land!" unterbrochen wurde. Demungeachtet aber warenihre Gefühle in jenem fieberischen Zustande, welcher recht Wohleinen plötzlichen Wechsel gestattet, und da das Meer fortwährendso glatt wie ein Fluß, die Luft balsamisch und der Himmel heiterblieb, so gaben sie sich doch nicht ganz der Verzweiflung hin.Sanchv begegnete wie gewöhnlich der Unwissenheit und Thorheitseiner Gefährten mit Unverschämtheit und absprechcndem Wesen:während Luis, ohne es selbst zu wissen, durch seine Heiterkeit undZuversicht einen wohlthätigen Einfluß auf die Mannschaft übte.ColumbuS selbst blieb in einer ruhigen, würdevollen Zurückhaltung;er vertraute ans die Nichtigkeit seiner Theorien und beharrte ent-schlossen auf der Verfolgung seines Zieles. Der Wind war ohneUnterlaß günstig, und am zweiten Oktober segelten die Schiffeinnerhalb vierundzwanzig Stunden mehr als hundert Meilen weiterin das unbekannte und gehcimnißvolle Meer. Die Gräser triebennun westlich ab, was ein wesentlicher Wechsel war, da die Strö-mungen sic früher nach der entgegengesetzten Richtung geführt hat-ten. Am dritten Oktober ging es noch besser, denn sie legten andiesem Tage siebenundvierzig Stunden zurück.
Der Admiral sing nun au, allen Ernstes zu glauben, daßer von den auf der Charte verzeichneten Inseln vorbeigekommen sey— ein Umstand, der ihn nur noch mehr in seinem Entschlüsse be-kräftigte, unmittelbar nach Westen abzuhalten, um aus dem näch-sten Wege die Küsten Indiens zu erreichen. Der vierte Oktoberwar noch günstiger, als die vorhergehenden Tage, und die kleineFlotte trieb stetig vorwärts, ohne von ihrem Curse abzubeugen,bis sie die schöne Weite von hunderlundneunundachtzig Meilcy —bisher bei weitem die stärkste Tagefahrt — zurückgelegt hatte. DieseEntfernung wurde Allen an Bord, Luis ausgenommen, zu