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das Kreuz hinzubringcn, da eS wohl zum Heile der Menschen,aber nicht mehr für das Paradies bestimmt ist."
„Ich sehe hier zwei große Inseln, Sennor Admiral," fuhrPinzon fort, indem er die Augen auf die Charte heftete, „von de-nen die eine Antilla heißen soll, und die andere das von EurerErcellenz so oft erwähnte Cipango vorstcllt."
„Ganz richtig, guter Martin Alonzo, und Du stehst auch,daß sie mit einer Genauigkeit verzeichnet sind, die es unmöglichmacht, daß ein erfahrener Seemann, welcher sie auftuchen will,seines Weges verfehlen kann. Diese Inseln liegen gerade zweihun-dert und fünfundzwanzig Stunden von einander."
„Unserer Rechnung hier auf der Pinta zu Folge, edler Admi-ral, können wir dann nicht mehr weit von Cipango seyn."
„Der Rechnung nach wohl, obgleich ich ihre Richtigkeit einwenig bezweifle. Es ist zwar ein gewöhnlicher Fehler der Piloten,die zurückgelegten Entfernungen zu niedrig anzuschlagen, aber indem gegenwärtigen Falle hat die Furcht das Ergebniß Euerer Rech-nungen vergrößert. Cipango liegt viele Tagfahrten von dem AstatischenFestlande entfernt und muß daher in unserer Nähe seyn; aberwir hatten widrige Strömungen und ich zweifle, guter Martin Alonzo,ob wir diese Insel so bald ausfinden, als Du und Deine Ge-fährten sich denken. Gib mir die Charte wieder herüber, und ichwill unsere wirkliche Lage darauf anmerken, damit Alle sehen, waswir für Gründe haben, zu verzagen oder uns zu freuen."
Pinzon rollte nun die Charte sorgfältig zusammen, hängte einkleines Gewicht daran, brachte sie mit dem Ende einer Loglinie inVerbindung und warf sie an den Bord der Santa Maria, wieSeeleute zu thun pflegen, wenn sie das Loth auSwerfen. DieSchiffe waren sich in diesem Augenblick so nahe, daß diese Milthei-lung ohne Schwierigkeit statlfinden konnte. Die Pinta ließ jetzt nocheinige Segel fallen und schwebte langsam vorwärts, denn ihre Ueberle-genheit war zu allen Zeiten, besonders bei leichten Winden, augenfällig.