der Strömung des Golfstroms begegnen, welche ihn ln größerenNähe des Festlands unfehlbar nach Norden geführt haben würde.
Die Nacht verging wie gewöhnlich und am Mittage des sieben-zehnten oder am Ende des Seemannstags —^ hatte die Flotteabermals eine weite Strecke des Meeres zwischen sich und der altenWelt zurückgelegt. Die Gräser verschwanden und mit ihnen dieThunfische, welche in der That von den Produkten der Sand-bänke lebten, die sich der Oberstäche des Wassers um einige tau-send Fuß mehr näherten, als dieß gewöhnlich bei dem Bette desAtlantischen OceanS der Fall ist. Die Fahrzeuge zogen sich wiegewöhnlich um Mittag näher zusammen, um ihre Beobachtungenzu vergleichen, aber die Pinta war, einem schnellen Rosse gleich,nur schwer zu bändigen und schoß bis gegen die Mitte des Nach-mittags vorwärts, wo sie dann beilegte, um auf das Admiralsschiffzu warten. Als die Santa Maria herankam, stand der ältere Pin-zon bereits, mit der Mütze in der Hand, auf dem Decke, um sieanzurufen, sobald sie im Bereiche seiner Stimme war.
„Gott vermehrt die Zeichen von Land und ermuthigt uns im-mer mehr, Sennor Don Christoval," rief er freudig, währenddie Pinta ihre Segel füllte, um mit dem Admiral gleichen CurSzu halten. „Wir haben vorne große Züge von Vögeln gesehen unddie Molken im Norden sehen schwer und dicht ans, als ob sie überirgend einer Insel oder einem Festlands hingen."
„Du bist ein willkommener Bote, würdiger Martin Alonzo,obschon ich Dich erinnern muß, daß ich in dieser Länge höchstenseinige angenehme Inselgruppen erwarte, da Asien noch mancheTagfahrt entfernter liegt. Wenn die Nacht näher rückt, wirst Dusehen, daß die Wolken immer mehr die Gestalt des Landes anneh-men werden, und es ist wohl möglich, daß auf jeder Seite vonuns Jnselparthien liegen: aber unsere hohe Bestimmung ist Cathay,
* Die Seeleute rechnen den Tag von Mittag zu Mittag.