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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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Tempel zur Ehre Gottes zu bilden. Dieser Handlung der Andachtfolgten wieder Freude und Hoffnung, die der Ruf eines Auslugersvon dem Mastbaume noch erhöhte, welcher nach vorn und leewärtsdeutete, als ob er einen besonders interessanten Gegenstand in dieserRichtung bemerke. Die Steuer wurden ein wenig verändert undin etlichen Minuten kamen die Schiffe in ein Feld von Seegras,welches das Meer meilenweit bedeckte. Dieses Anzeichen der Nähevon Land wurde von den Matrosen mit Jubel ausgenommen, unddieselben Menschen, welche kurz vorher noch am Rande der Ver-zweiflung standen, gaben sich nun dem höchsten Entzücken hin.

Diese Grasfläche war in der That geeignet, in der Seele deserfahrene» Matrosen Hoffnung zu erwecken. Sic hatte zwar eini-ges von ihrer Frische verloren, aber doch war ein großer Theilnoch grün und sah ganz ans, als ob die Pflanzen erst vor Kurzemvon dem Mutterfeisen oder der Erde, welche sie genährt, loSge-riffen worden wären; und so zweifelten nicht einmal die Pilotenmehr, daß sich Land in der Nähe befinden muffe. Auch bemerkteman viele Thunfische und die Leute der Ninna waren so glücklich,einen davon zu fangen. Die Matrosen umarmten sich mit Thrä-nen in den Augen, und manche Hand wurde nun in freundlicherBeglückwünschung gedrückt, die sich den Tag zuvor in düsterer Feind-seligkeit zurückgezogen haben würde.

Und theilt Ihr alle diese Hoffnungen, Don Christoval?"fragte LuiS;dürfen wir in der That a»S dem Vorhandenseyn die-ser Seepflanzen auf die Nähe Indiens schließen oder hoffen wirvergeblich?"

Die Leute täuschen sich, wenn sie glauben, daß unsere Reiseihrem Ende so nahe scy. Cathay muß noch sehr weit von uns ent-fernt liegen, denn wir haben erst dreihundert und sechzig Stunden,seit wir Ferro aus dem Gesichte verloren, zurückgclegt, was nachmeinen Berechnungen wenig mehr als ei» Drittel unseres Wegesausmacht. Aristoteles erzählt, daß einige Schiffe von Cadiz durch