schwere Stürme Westwärts getrieben worden festen, bis sie ein mitGraS bedecktes Meer erreichten, wo der Thunfisch sehr häufig war.Du mußt wissen, Luis, daß dieß der Fisch ist, von dem die Altenglaubten, er sehe besser mit dem rechten als mit dem linken Auge,weil man bemerkte, daß er in seinen Zügen durch den BoSstoruSstets auf dem rechten User gegen den PontuS EurinuS hinschwammund auf dem linken zurückkehrte —"
„Beim heiligen FranciskuS! cS ist kein Wunder, wenn Ge-schöpfe von so einseitigem Gefichte sich so weit von ihrer Heimathverlieren," fiel der leichtherzige Luis lachend ein. Erzählt unsAristoteles oder irgend ein Anderer der Alten nicht, wie fiedle Schön-heit betrachten, oder ob sie vielleicht dieselben Begriffe von Gerech-tigkeit haben, wie die Richter, welche Geschenke von beiden Par-teien annehmen?"
„Aristoteles spricht nur von der Gegenwart dieses Fisches indem grasigen Meere, was uns jetzt durch den Augenschein bestätigtwird. Die Seeleute von Cadiz vermutheten sich in der Nähe ver-sunkener Inseln und eilten daher, so bald es der Wind gestattete,wieder nach den hcimathlichen Usern zurückzukehren. Meinem Ur-theile nach befinden wir uns jetzt an derselben Stelle, aber ich erwartenoch nicht, Land anzutreffen, wenn wir nicht etwa zufällig auf ir-gend eine Insel stoßen, welche hierherum als eine Art von Leucht-thurm zwischen der Küste Europa'S und Asiens liegt. Wahrschein-lich ist Land in der Nähe, von wo aus diese Gräser Hergetriebenwurden, aber die Auffindung desselben ist mir nicht besonders wich-tig, Don Luis, da ich nur Cathast im Auge habe; denn ich sucheein Festland und keine Inseln."
Wir wissen nun, daß ColumbuS, wen» er auch Recht halte, nach sokurzer Fahrt kein Festland zu erwarten—doch in der Annahme, daßüberhaupt Land in dieser Nachbarschaft liege, sich täuschte. Es istnoch immer nicht mit Entschiedenheit dargethan worden, ob dieseGräser durch Strömungen zusammen getrieben werden, oder ob sie